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Höchststand bei Betreuungsverfahren am Münchner Amtsgericht | BR24

© picture-alliance/ ZB/Patrick Pleul

Frau liest in Vorsorge-Broschüre

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    Höchststand bei Betreuungsverfahren am Münchner Amtsgericht

    Im vergangen Jahr hatten die Richterinnen und Richter am Amtsgericht München rund 36.000 Verhandlungstermine. Fast die Hälfte davon waren Betreuungsverfahren.

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    16.381 Betreuungsverfahren gab es im vergangenen Jahr am Münchner Amtsgericht, so viele wie noch nie. Zum Vergleich: Das waren knapp 1.000 mehr als dort verhandelte Strafsachen. Bei Betreuungsverfahren muss ermittelt werden, ob Menschen noch für sich selbst entscheiden können.

    Gesellschaft wird immer älter

    An der hohen Zahl erkenne man, dass die Gesellschaft immer älter werde, so Amtsgerichtspräsidentin Beate Ehrt am Freitag. In den meisten Fällen sind es Kliniken oder Heime, die eine rechtliche Betreuung ins Gespräch bringen. Dann prüft ein Richter zusammen mit Gutachtern, ob ein Vormund eingesetzt werden muss.

    Verfahren dauern im Schnitt sieben Jahre

    Ist das der Fall, dauert das Verfahren so lange, bis der Betroffene keine Betreuung mehr braucht. Im Schnitt sind das in München derzeit 7 Jahre. Allerdings geht man am Münchner Amtsgericht davon aus, dass die Anzahl der Betreuungsverfahren abnehmen wird. Der Grund: Immer öfter schließen Menschen eine Vorsorgevollmacht ab. Liegt die vor, ist in der Regel ein Betreuungsverfahren unnötig.