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Höchste Inzidenz in Bayern: Was Passau jetzt vorhat | BR24

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Passau ist mit Abstand die Stadt in Bayern, die den höchsten Corona-Inzidenzwert hat: über 400. Deutschlandweit landet die niederbayerische Stadt damit auf Platz zwei.

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Höchste Inzidenz in Bayern: Was Passau jetzt vorhat

Mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von über 400 hat die Stadt Passau bayernweit derzeit die meisten Corona-Neuinfizierten gemessen an den Einwohnern. Bundesweit ist es der zweithöchste Wert. Verschärfungen der Maßnahmen stehen bevor.

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Von
  • Katharina Häringer
  • Kathrin Unverdorben
  • BR24 Redaktion

Die Stadt Passau kämpft seit Tagen mit hohen Corona-Inzidenzwerten. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Wert aktuell bei weit über 400. Das entspricht dem höchsten Inzidenzwert in Bayern. Nun sollen die Corona-Maßnahmen vermutlich verschärft werden.

Genaue Informationen am Freitagmittag

Die Stadt kündigte eine Pressekonferenz für Freitagmittag an. Dann soll bekannt gegeben werden, wie die möglichen Verschärfungen aussehen. Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) sagte dem BR: "Wir wollen rechtliche Sicherheit haben. Das, was heute gesagt wurde, muss noch in Rechtsform gegossen werden. Auf das müssen wir warten."

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Passauer OB Dupper: "Warten auf Rechtssicherheit"

Erste Maßnahmen für Wohnheime

Warum das Infektionsgeschehen gerade in Passau so angespannt ist, liegt auch an Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammen wohnen. Wie die Stadt am Abend mitteilt, sind aktuell viele der täglich vermeldeten neu infizierten Personen Bewohner oder Pflegekräfte in Senioren- oder Behinderteneinrichtungen. Deshalb wurden bereits zwei erste Maßnahme beschlossen: Die Stadt Passau wird per Allgemeinverfügung eine regelmäßige Testpflicht für Mitarbeitende von vollstationären Senioren- oder Behinderteneinrichtungen und weitere Besuchseinschränkungen verfügen, heißt es.

Besucher von Senioren- oder Behinderteneinrichtungen dürfen diese nur noch betreten, wenn sie eine FFP2-Maske tragen und vor Ort einen Schnelltest durchführen lassen. Sollte dieses Vorgehen der Einrichtung aus organisatorischen Gründen nicht möglich sein, so ist alternativ auch die Vorlage eines negativen Ergebnisses, eines anderweitig durchgeführten Schnelltests am selben Tag beziehungsweise eines PCR-Tests mit Testzeitpunkt nicht älter als 48 Stunden und Ergebnis nicht älter als 24 Stunden durch den Besucher möglich.

Passaus OB steht hinter zusätzlichen Maßnahmen

Oberbürgermeister Dupper hält es für sinnvoll, dass Bayern die Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen Corona verschärft hat. Es sei auch richtig, dass der Freistaat zusätzliche Maßnahmen beim Erreichen eines Inzidenzwerts von 300 anordnet. Das betrifft auch die Stadt Passau, die seit mehreren Tagen zum Corona-Hotspot geworden ist. "Bayern hat ein anderes Infektionsgeschehen. Insofern war klar, dass Bayern einen eigenen Weg geht", so Oberbürgermeister Dupper.

Deutschlandweit liegt Passau auf Platz zwei des Infektionsgeschehens. Laut aktuellen Zahlen des RKI ist verzeichnet derzeit nur der thüringische Landkreis Hildburghausen mit 602,9 einen höheren Wert.

Mehr Corona-Nachrichten aus Niederbayern finden Sie im Corona-Ticker Niederbayern.

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