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Hochzeit in der Corona-Krise: Wo wird besonders oft JA gesagt? | BR24

© pa/dpa

Heiraten mit Maske? In den meisten Regionen wird 2021 bisher weniger geheiratet

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Hochzeit in der Corona-Krise: Wo wird besonders oft JA gesagt?

Es soll der schönste Tag im Leben werden und dann macht das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung: keine Gäste, keine Feier, keine Reise. Viele wollen unter diesen Umständen nicht heiraten. Doch das ist nicht überall in Bayern so.

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Von
  • Alexander Brutscher

In Bayern ist es von Region zu Region unterschiedlich, wie oder ob sich die Pandemie auf die Anzahl an Terminen für Eheschließungen auswirkt: Mancherorts scheint die Devise zu sein: "Heiraten trotz Corona!" Anderswo haben sich viel weniger künftige Brautpaare angemeldet als sonst.

Kaum Ja-Sager in Füssen

Von "extremen Einbrüchen" ist im Standesamt in Füssen die Rede. Im Januar habe es nur drei Eheschließungen gegeben, 2019 etwa seien es fünfmal so viele gewesen. Auch für die kommenden Monate gebe es bislang weniger Reservierungen als sonst. Die schwäbische Stadt nahe Schloss Neuschwanstein ist ein Hochzeits-Hotspot. Ein Großteil der Brautpaare komme von außerhalb. Deswegen glaubt man beim Standesamt: "Wenn Hotels und die Gastro aufmachen, scheppert auch bei uns wieder das Telefon".

Flaute in Traunstein, Bad Reichenhall, Rosenheim - "alles normal" in München

Im oberbayerischen Traunstein sind laut Stadt zwischen Februar und Mai derzeit neun Eheschließungen geplant. Vergangenes Jahr hätten in dieser Zeit rund dreimal so viele Paare geheiratet. In Bad Reichenhall sind laut Stadt derzeit zehn Trauungen bis Juni eingetragen. Anfragen gebe es aber auch darüber hinaus schon einige. In Rosenheim gibt es laut zuständigem Standesamt bis August sogar nur vier Reservierungen. In München hingegen seien bis Ende Juni bei den beiden Standesämtern rund 700 Trauungen geplant, teilte die Stadt mit. Das entspreche dem Durchschnitt anderer Jahre.

"Sehr ruhig" in Nürnberg - "wie immer" in Würzburg

Auch in Würzburg gibt es laut zuständigem Standesamt so viele Anmeldungen wie sonst auch. In Nürnberg sei es im Moment sehr ruhig – das sei im Februar zwar normal, aber "Corona merkt man schon", wie das Standesamt dort mitteilte. Für Mai und Juni gebe es allerdings schon relativ viele Anmeldungen. In der Frankenmetropole kann man sich an bestimmten Tagen auch außerhalb des Rathauses trauen lassen, im Tucherschloss zum Beispiel. Dort sei die Nachfrage für den Termin im März bislang so gut wie nicht vorhanden, nur einer von acht Zeitslots sei an dem Tag bislang belegt, das habe es noch nie gegeben.

Spontanere Brautpaare in Regensburg

In Regensburg haben in den Monaten ab April etwas weniger Paare Termine festgelegt als in den Vorjahren, wie die Stadt mitteilte. Allerdings würden die Eheschließungen auch deutlich kurzfristiger angemeldet als sonst. Da könne sich also noch was tun. Viele würden wohl noch abwarten, wie sich die Vorgaben im Zusammenhang mit der Pandemie entwickeln.

© BR

Heiraten in Coronazeiten - ein schwieriges Unterfangen, da die Planungen schwer fallen. Noch ist es zu früh, abschließende Einschätzungen zu treffen, eine Branche aber spürt die Unsicherheit direkt: die Brautmodenbranche.

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