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Hochwasserschutz in Passau: Kastanien dürfen wohl bleiben | BR24

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Bildrechte: pa/dpa/Armin Weigel

Kastanien an der Innpromenade Passau

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    Hochwasserschutz in Passau: Kastanien dürfen wohl bleiben

    Seit Monaten wird in Passau um den Hochwasserschutz gestritten. Geplant war eine Mauer am Inn, für die alte Kastanien hätten gefällt werden müssen. Nun scheint sich aber eine Lösung anzudeuten, bei der die Bäume stehen bleiben dürfen.

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    Die rund 50 alten Kastanien, die für den Hochwasserschutz in Passau hätten gefällt werden müssen, dürfen offenbar doch stehen bleiben. Das hat die Stadt heute in einer Mitteilung bekannt gegeben. Eine Jury um den Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hat sich einstimmig für eine entsprechende Hochwasserschutz-Variante entschieden.

    "Von der zuständigen Jury wurde ein Büro einstimmig ausgewählt, dessen Entwurf sich dadurch auszeichnet, dass er die Allee überhaupt nicht antastet. Die notwendigen Mauern sind gut in das Gelände integriert und in großen Teilen nicht sichtbar." Jürgen Dupper (SPD)

    "Effektiver Hochwasserschutz"

    Zuvor waren der "Jury für das kooperative Planungsverfahren für den Hochwasserschutz" Entwürfe von sechs unterschiedlichen Planungsbüros vorgelegt worden. Die Jury wählte nun einen Entwurf aus, der die Kastanien an der Gottfried-Schäffer-Straße nicht beeinträchtigen soll. Die Variante stelle nach Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes einen effektiven Hochwasserschutz dar, heißt es in der Mitteilung der Stadt. 

    Am 14. Mai soll der Entwurf dem Stadtrat vorgestellt werden. Oberbürgermeister Dupper hatte stets betont, Hochwasserschutz, Naturschutz und Stadtbild in Einklang bringen zu wollen.

    Streit um Bäume

    Seit Monaten ist die geplante Hochwasserschutzmauer am Inn Aufregerthema Nummer eins in Passau. Für sie hätten rund 50 alte Kastanien an der Innpromenade gefällt werden müssen. Dagegen regte sich erbitterter Widerstand. Unter anderem formierte sich die "Bürgerinitiative zum Erhalt der Passauer Innpromenade". Die Initiative rief zuletzt am Dienstag zu einer Protestaktion auf, bei der eine "Menschenmauer" für den Erhalt der historischen Kastanien-Allee demonstrierte.