BR24 Logo
BR24 Logo
Alles zur Maskenpflicht

Hochwasserlage in Ostbayern: Höchstens Meldestufe 3 | BR24

© Alexander Auer

Die Donau bei Kelheim: Ein Schild ragt aus dem Hochwasser

Per Mail sharen

    Hochwasserlage in Ostbayern: Höchstens Meldestufe 3

    Anhaltender Regen und Tauwetter im Alpenraum sorgten zuletzt für steigende Pegel an Flüssen und Bächen. Die Hochwasserwelle erreichte Teile der Oberpfalz und Niederbayern. In Kelheim stehen vereinzelt Gebäude im Wasser.

    Per Mail sharen

    Der Scheitel der Hochwasserwelle auf der Donau läuft seit Mittwochmittag durch Kelheim und hat am Nachmittag auch Regensburg erreicht. In Kelheim gilt Meldestufe 3, das heißt Donauauen, Felder aber auch Straßen sind überflutet, vereinzelt stehen auch Gebäude im Wasser.

    Kelheim war auf Hochwasser vorbereitet

    Der Landkreis Kelheim rüstete sich bereits für das bevorstehende Hochwasser. Zum einen wurden die Spundwände in Weltenburg am Montagabend aufgestellt. Sie sollten das Kloster mit der weltberühmten Asamkirche vor Hochwasser schützen.

    Mobiler Hochwasserschutz in Hienheim

    Zum anderen wurde auch der mobile Hochwasserschutz in Hienheim aufgebaut, einem Stadtteil von Neustadt an der Donau. 1999 ist Neustadt vom damaligen Pfingsthochwasser stark geschädigt worden. Seitdem hat sich im Bereich Hochwasserschutz jedoch viel getan.

    Lage in Regensburg bleibt entspannt

    In Regensburg dürfte der Pegelstand über die Meldestufe 2 nicht mehr hinausgehen, sagte ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes in Regensburg. In den Nachtstunden werden hier die Pegelstände allmählich zurückgehen.

    Kein Fährbetrieb in Mariaposching

    In Straubing wird der Scheitel der Donauhochwasserwelle am Mittwochabend erwartet. Auch hier wird aber die Meldestufe 3 aller Voraussicht nach laut Hochwassernachrichtendienst nicht erreicht werden; gleiches gilt für Deggendorf, und in Passau bleibt es sogar nur bei Meldestufe 1, also leichte Ausuferungen der Donau. Der Betrieb der Donaufähre "Posching" zwischen Stephansposching (Lkr. Deggendorf) und Mariaposching (Lkr. Straubing-Bogen) ist wegen dem Hochwasser trotzdem eingestellt worden. Wie das Landratsamt Straubing-Bogen mitteilt, kann die "Posching" voraussichtlich bis Freitag nicht fahren.

    Neuer Isar-Seitenarm schon geflutet

    Das Februarhochwasser hat dazu geführt, dass der neuangelegte Seitenarm der Isar bei Landau frühzeitig geflutet wurde. Wie das Wasserwirtschaftsamt Landshut mitteilt, war die gezielte Flutung des renaturierten Seitenarms eigentlich für Anfang März vorgesehen. Doch die ansteigende Hochwasserwelle hat den provisorisch aufgeschütteten Kiesdamm überströmt und den neuen Seitenarm bereits probegeflutet.

    Arbeiter nicht in Gefahr

    Zu diesem Zeitpunkt hatte das Wasserwirtschaftsamt nach eigenen Angaben aber bereits beschlossen, den Kiesdamm zu öffnen, um den Druck der Hochwasserwelle abzuschwächen. Durch die unerwartete Flutung sind leichte Schäden entstanden. So wurden zum Beispiel gelagerte Kiesmengen für Kiesbänke und Flachwasserzonen an andere Bereiche geschwemmt. Arbeiter waren laut Wasserwirtschaftsamt nicht in Gefahr, die Arbeiten wurden rechtzeitig eingestellt. Für die Baustelle besteht weiterhin ein absolutes Betretungsverbot. Wenn das Wasser zurückgegangen ist, sollen die Arbeiten wiederaufgenommen werden.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!