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Hochwasserlage in Bayern entspannt sich | BR24

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Nach dem Dauerregen in Südbayern schwächen sich die Hochwasser ab. Auch für Passau gibt es Entwarnung. Meldestufe vier wurde nicht erreicht.

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Hochwasserlage in Bayern entspannt sich

Nach dem Dauerregen im Süden von Bayern schwächen sich die Hochwasser ab. Die Wasserstände fallen. Das niederbayerische Passau ist glimpflich davon gekommen.

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Aufatmen in der Drei-Flüsse-Stadt Passau. Das Hochwasser von Donau, Inn und Ilz geht zurück, gefährliche Pegelstände wurden nicht erreicht. Die Feuerwehr konnte bereits mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Stadtbrandrat: "Passau hatte Glück"

Stadtbrandrat Andreas Dittlmann sagte dem BR: "Wir haben uns auf der Donau auf einen Wasserstand von 8,50 Meter eingestellt, der zum Glück bei Weitem nicht erreicht wurde." Dabei war vor allem die Donau gestern noch rasant angestiegen, teilweise über 60 Zentimeter pro Stunde.

"Da haben wir zwischenzeitlich auch mal an das Katastrophenhochwasser von 2013 gedacht. Passau hatte Glück: Ein Tag mehr Regen, und wir hätten ein Szenario wie 2013 gehabt." Andreas Dittlmann, Stadtbrandrat Passau

Aufräumarbeiten im Gange

Derzeit sind die Einsatzkräfte beschäftigt, Sandsäcke in der Altstadt wieder wegzuräumen. Später werden betroffene Straßen gereinigt, vor allem das noch überschwemmte Donauufer. Spätestens morgen zum Berufsverkehr werde vom Hochwasser nichts mehr zu sein, so der Stadtbrandrat.

Scheitel der Isar im Gebiet um München am Dienstag

Auch in München beruhigt sich die Lage weiter. Das Hochwasser der Isar hatte in der vergangenen Nacht mit 3,87 Metern den Scheitelpunkt erreicht. Auch hier fällt der Pegel langsam wieder ab. Aus Sicherheitsgründen müssen die Rad- und Fußwege entlang der Isar, der Marienklausensteg und der Flauchersteg vorerst gesperrt bleiben, heißt es von Seiten der Stadt. Weiterhin für Boote gesperrt bleibt die Strecke zwischen dem Großhesseloher Wehr bis zum Flaucher.

Lage in Landshut kontrollierbar

In Landshut wird der Höchststand der Isar zwar noch in den kommenden Stunden erwartet, das Wasserwirtschaftsamt rechnet dort aber nicht mit größeren Problemen. Das Hochwasser hat die Flutmulde erreicht und kann dort wie geplant abfließen. Keller in niedrigeren Lagen, die nicht wasserdicht sind, könnten bis zum Abend aber noch teilweise vollaufen, erklärt der Leiter des Wasserwirtschaftsamts Constantin Sadgorski auf BR-Anfrage. Bebautes Gebiet wird in Landshut voraussichtlich nicht überflutet werden.

Im oberen Inneinzugsgebiet sind die Pegel bereits gesunken, nur an den oberbayerischen Seen Tegernsee, Schliersee und Chiemsee ist die Lage noch angespannt.

Sinkende Pegel an Ilm und Loisach

Entspannt hat sich die Situation auch an der Mangfall am Pegel Feldolling und Rosenheim, ebenso an der Loisach am Pegel Eschenlohe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Auch die Straßen im Kreis Rosenheim werden langsam wieder trocken, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die A 8 sei an vielen Stellen wieder frei, nur bei Bad Aibling und Bernau war am Mittwochmorgen noch einer von drei Fahrstreifen wegen Überschwemmungen gesperrt.

30 Keller in Raubling unter Wasser

Von Überflutungen schwer getroffen ist Kirchdorf, ein Ortsteil von Raubling im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Nach den anhaltenden Regenfällen hatten am frühen Dienstagmorgen zwei Bäche Straßen überschwemmt, auch in viele Keller lief das Wasser.

150 Helfer von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk waren den ganzen Dienstag damit beschäftigt, in der Gemeinde Keller auszupumpen und mit Sandsäcken zu sichern. Auch am Mittwoch geht die Arbeit weiter.

Partnachklamm ab Donnerstag wieder geöffnet

Die heftigen Regenfälle hatten auch rund um die bekannte Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen mehrere Erdrutsche ausgelöst. Doch das Naturdenkmal kann schon morgen wieder öffnen. Der gemeindliche Bauhof und die Feuerwehren Garmisch und Partenkirchen haben mit viel Aufwand die Schäden beseitigt.

Das Hauptproblem seien die Wege rund um die Partnachklamm gewesen, die durch übergehende Wassergräben überflutet oder durch Muren und Wegeabbrüche unbegehbar gemacht wurden, erklärte der Klammwart Rudolf Achtner dem BR. Lediglich der Hohe Weg ab der Partnachalm Richtung Reintal muss weiter gesperrt bleiben.

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