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Hochwassergefahr: Heftige Regenfälle im Süden Bayerns erwartet | BR24

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Die Meteorologen rechnen zum Wochenbeginn mit extremen Regenfällen im Süden Deutschlands. Vom Bodensee bis zum Berchtesgadener Land könnten bis zum Mittwochmorgen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

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Hochwassergefahr: Heftige Regenfälle im Süden Bayerns erwartet

Die Meteorologen rechnen zum Wochenbeginn mit extremen Regenfällen im Süden Bayerns. Damit steigt die Gefahr von Hochwasser, Erdrutschen und Sturzfluten.

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Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Süden Bayerns eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe 4 herausgegeben: Vom Bodensee bis zum Berchtesgadener Land könnten demnach bis zum Mittwochmorgen mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Es sei mit Überflutungen von Kellern und Straßen zu rechnen, sowie mit örtlichen Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen, so der DWD. Außerdem könnte es zu einzelnen Erdrutschen kommen.

Auch der bayerische Hochwassernachrichtendienst (HND) gab eine Warnung heraus: Wegen des Dauerregens würden stark ansteigende Wasserstände erwartet, örtlich könnten die höchste Meldestufen 3 und 4 erreicht werden. Extreme Sturzfluten seien nicht auszuschließen. Zumal Bäche und Flüsse derzeit auch noch Schmelzwasser aus den Bergen führen.

Brisante Wetterlage

"Die regenreichste Wetterlage, die wir überhaupt kriegen können," nennt es BR-Meteorologe Christian Lorenz. Ein Tief, das im Dreiländereck zwischen Österreich, Bayern und Tschechien festhängt, bestimmt derzeit unser Wetter.

In der Nacht zum Dienstag sind die größten Regenmengen zu erwarten. Im Allgäu können es örtlich sogar über 200 Liter pro Quadratmeter werden. Zum Vergleich: Üblicherweise fallen im gesamten Monat Mai 140 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter.

Dauerregen auch in Teilen Ostbayerns und Frankens

Die Unwetterwarnung des DWD gilt vor allem für Schwaben und weite Teile Oberbayerns, insbesondere den Alpenrand und das südliche Vorland. Aber auch in Teilen Ostbayerns und Frankens wird Dauerregen erwartet.

Die Schneefallgrenze liegt über 2.000 Meter. Auf der Zugspitze könnte in der Nacht zum Dienstag bis ein Meter Neuschnee fallen, meint BR-Meteorologe Lorenz.

Nordosten Bayern bleibt verschont

In der Oberpfalz sei auch mit Pausen im Dauerregen zu rechnen, bessern soll sich das Wetter im Laufe des Mittwochs. Am Donnerstag soll es wieder schön werden, aber für das Wochenende sei schon wieder wechselhaftes Wetter zu erwarten, sagt BR-Meteorologe Christian Lorenz.

Fast ganz Deutschland von Niederschlägen betroffen

Mit Ausnahme der Küstengebiete rechnet der Deutsche Wetterdienst auch für den Rest Deutschlands unter anderem mit Gewittern, Starkregen und Hagel. Am Sonntag waren in Nord- und Westdeutschland vereinzelt Keller vollgelaufen, größere Einsätze blieben aber zunächst aus.