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Hochwasser wegen Dauerregen: Keller im Allgäu überflutet | BR24

© News5/ Liss

Der Alpsee bei Immenstadt im Allgäu tritt über die Ufer.

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Hochwasser wegen Dauerregen: Keller im Allgäu überflutet

Die Hochwassergefahr in Schwaben nimmt zu: Im Allgäu wurden erste Keller überflutet, im gesamten Bezirk mussten Zugverbindungen gestrichen werden. Und es regnet weiter.

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Der Dauerregen verursacht auch im Allgäu Probleme, größere Überschwemmungen gibt es aber nicht. In Hergatz im Landkreis Lindau ist laut Polizei die Leiblach über die Ufer getreten und hat mehrere Keller überflutet.

Bahnverkehr beeinträchtigt

Die Bahnstrecke Immenstadt-Kempten ist laut Bahn gesperrt, da dort in der Nacht die mobile Hochwasserschutzwand aufgebaut wurde - und die muss dort quer über den Bahndamm geführt werden. Betroffen sind auch die Alex-Züge von Kempten nach Lindau und der Intercity nach Oberstdorf, er endet vorzeitig in Kempten.

Auch zwischen Immenstadt und Oberstdorf fahren keine Züge mehr. Für alle Strecken ist laut Bahn ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Laut Wasserwirtschaftsamt in Kempten ist der Binnenpolder an der Iller bei Seifen im Oberallgäu geflutet. Damit sollen flussabwärts landwirtschaftliche Flächen vor Überflutungen geschützt werden.

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Der Dauerregen verursacht auch im Allgäu Probleme. Auch die Seen haben derzeit mehr Wasser als normal. Größere Überschwemmungen gibt es aber nicht.

Es droht Meldestufe 3

An der Iller bei Kempten, der Mindel bei Hasberg und der Günz bei Lauben gilt derzeit Meldestufe 2, hier könnte laut Wasserwirtschaftsamt im Laufe des Tages auch Meldestufe 3 erreicht werden. Der Forggensee, der Grüntensee und der Rottachsee haben derzeit auch etwas mehr Wasser als normal und sind leicht über die Ufer getreten. Großflächige Überschwemmungen erwartet das Wasserwirtschaftsamt im Allgäu aber nicht.

So sieht es in Nordschwaben aus

Im nördlichen Schwaben ist besonders an den Gewässern im Amtsgebiet des Wasserwirtschaftsamts Donauwörth mit schnell steigenden Wasserständen zu rechnen. An den Gewässern Iller, Donau, Günz, Mindel, Wörnitz, Zusam, Schmutter, Wertach und Paar wird Hochwasser der Meldestufen 1 und 2 gerechnet. Im weiteren Verlauf des Hochwassers kann an einzelnen Pegeln auch Meldestufe 3 überschritten werden. Am Lech wird voraussichtlich kein Hochwasser eintreten.

💡 Was bedeuten die Meldestufen?

Das Ausmaß einer Überflutung wird in Bayern durch die folgenden vier Meldestufen beschrieben:

Meldestufe 1: Stellenweise kleinere Ausuferungen.

Meldestufe 2: Land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet oder leichte Verkehrsbehinderungen auf Hauptverkehrs- und Gemeindestraßen.

Meldestufe 3: Einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet oder Sperrung überörtlicher Verkehrsverbindungen oder vereinzelter Einsatz der Wasser- oder Dammwehr erforderlich.

Meldestufe 4: Bebaute Gebiete in größerem Umfang überflutet oder Einsatz der Wasser- oder Dammwehr in großem Umfang erforderlich.

(Quelle: Hochwassernachrichtendienst Bayern)

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So ist die Hochwasser-Lage in Schwaben