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Bildrechte: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Passanten stehen Abend am teilweise überfluteten Ufer des Inn.

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    Hochwasser in Bayern: Hier drohen noch Überschwemmungen

    Die Pegelstände an vielen Flüssen in Bayern sind weiter hoch. Vielerorts hat sich die Lage aber im Vergleich zum Wochenende deutlich entspannt. An manchen Stellen besteht aber auch am Montag noch eine Warnung vor Überflutung bebauter Gebiete.

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    • Hans Häuser
    • Dagmar Bohrer-Glas
    • Nicole Schmitt
    • Jochen Eichner
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    Der Hochwassernachrichtendienst Bayern meldet am Montagmorgen an vielen Flüssen im Süden des Freistaats die Meldestufe 1. Auch gelten in vielen südbayerischen Regionen Hochwasserwarnungen, etwa im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Mühldorf am Inn und Rosenheim, wo vor der Überschwemmung überbauter Gebiete gewarnt wird. Die aktuellen Pegelstände finden Sie hier.

    Lage in Passau beherrschbar

    Auch für Passau gilt eine Hochwasserwarnung. Dort hat die Donau die Hochwasser-Meldestufe drei überschritten, aber nicht die höchste Meldestufe vier erreicht, wie zunächst befürchtet. In Passau lag der Pegel der Donau am frühen Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Von katastrophalen Zuständen sei man zum Glück noch entfernt, sagte ein Sprecher der Polizei in Passau am Montag. Die Berechnungen des Hochwassernachrichtendienstes zeigen, dass die Wassermenge im Lauf des Tages wieder weiter abnehmen wird.

    Aufräumarbeiten im Berchtesgadener Land laufen

    Im südlichen und östlichen Oberbayern hat sich die Hochwasserlage in der Nacht weitgehend entspannt. Wie einer Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein dem BR mitteilte, zog ein letzter Regenschauer durch das Gebiet. Die Rettungskräfte im südlichen Berchtesgadener Land konnten bis Mitternacht ihre Einsätze abarbeiten und dann eine kurze Ruhepause einlegen. Am Morgen sollen die Aufräumarbeiten fortgesetzt werden. Die Flusspegel sinken, auch an Salzach und Saalach. Noch durften nicht alle Bewohner in ihre Häuser zurückkehren, zum Beispiel in Schönau am Königsee und an der Tiroler Ache, weil Statiker noch mehrere Häuser überprüfen müssen.

    40 weitere Hochwasser-Einsätze in der Nacht

    Insgesamt gab es der Leitstelle zufolge im Verlauf der Nacht etwa 40 weitere Hochwasser-Einsätze. Im Berchtesgadener Land waren demnach vor allem die nördlich gelegenen Orte Laufen und Teisendorf betroffen, wo Straßen überflutet waren und gesperrt werden mussten. Im Landkreis Traunstein liefen in Inzell einige Keller vor. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet von einer ruhigen Nacht im Bezug auf das Hochwasser.

    Entwarnung an Inn und Salzach

    Nachdem gestern Abend die Pegelstände des Inns in Kraiburg und an der Salzach in Burghausen aufgrund der Unwetter entlang der Alpen die Meldestufe 3 erreicht hatten, gibt es nun Entwarnung: An beiden Orten sinkt derzeit der Wasserstand wieder. Nach Angaben der Polizei in Burghausen und Waldkraiburg hat es in der Nacht auch keine Einsätze wegen Überschwemmungen gegeben.

    Bahnverbindung Mittenwald - Innsbruck bleibt gesperrt

    Das Tiefdruckgebiet, das den südostbayerischen und Tiroler und Salzburger Raum am Sonntag stark betroffen hat, hat in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen zu Verkehrsbehinderungen auf Straße und Schiene geführt. Die Bahnverbindung zwischen Mittenwald und Innsbruck bleibt weiter wegen der Gefahr von Murenabgängen gesperrt. Der Grenzübergang Scharnitz wurde am Spätnachmittag wieder für den Autoverkehr freigegeben. Die Bahnstrecke Weilheim-Garmisch-Partenkirchen ist wegen Hochwassers an der Loisach gesperrt.

    Straßensperrungen am Walchensee und im Engtal

    Am Walchensee wurde die Bundesstraße 11 teilweise von einer Mure verschüttet. Die Verbindung zwischen Urfeld und dem Ort Walchensee bleibt mindestens bis Montag-Vormittag in beiden Richtungen gesperrt. Auf der Staatsstraße zwischen Vorderriß und Hinterriß hat der Rissbach den Unterbau der Kreisstraße gefährlich unterspült. Für die Rettungskräfte wurde eine Ausweichstrecke ausgewiesen, die Straße ins Engtal (Karwendelgebirge) ist auf unbestimmte Zeit gesperrt worden.

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