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In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stehen immer noch weite Gebiete unter Wasser. Hilfe kommt jetzt auch aus dem Allgäu.

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    Nach Hochwasser: So helfen Allgäuer im Westen Deutschlands

    Die Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica schickt Equipment und Einsatzkräfte zu den überschwemmten Orten im Westen Deutschlands. Das Rote Kreuz aus dem Oberallgäu ist mit einem Kriseninterventionsteam vor Ort.

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    Von
    • Rupert Waldmüller
    • Anna Klein

    Am Donnerstag startet der Hilfstransport vom Allgäu ins Hochwasserkatastrophengebiet im Westen Deutschlands: Geliefert werden Generatoren, Pumpen, Schubkarren, Schaufeln und Eimer, außerdem kommen medizinische Helfer in Euskirchen in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz.

    Bis zum Wochenende sollen außerdem insgesamt zwölf medizinische Helfer der Kaufbeurer Organisation im rheinlandpfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler eingesetzt werden. In der Stadt sind etliche Arztpraxen und Pflegedienste nach der Flut geschlossen oder nur bedingt arbeitsfähig.

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    Bildrechte: BR/Rupert Waldmüller

    Generatoren und Pumpen sind abholbereit verpackt

    Medizinische Hilfe von Haus zu Haus

    Die Humedica-Kräfte sollen laut der Organisation von Haus zu Haus gehen und nachsehen, wo Menschen medizinische Hilfe brauchen, die derzeit nicht gewährleistet werden kann. Humedica habe sich unmittelbar nach der Flutkatastrophe bei den koordinierenden Stellen gemeldet und Hilfe angeboten, sagte Vorstand Johannes Peter.

    "Nachdem der Schwerpunkt der benötigten Hilfe zunächst auf Such- und Bergungsmannschaften sowie Aufräumtrupps mit schwerem Gerät lag, sind wir froh, jetzt endlich unsere medizinische Expertise einbringen zu können", so Peter.

    Humedica in Kontakt mit Koordinierungsstellen vor Ort

    In Krisensituationen wie diesen sei eine koordinierte Hilfe sehr wichtig, sagt Sandra Oefele, Leiterin der Humedica-Projektabteilung: "Aufgrund unserer Erfahrung – vor allem im Ausland – zeigt sich immer wieder, dass man auch über das Ziel hinausschießen kann, wenn man sich nicht vorab gut austauscht. In so einer Situation versuchen sehr viele zu helfen. Da ist die Koordination der Dreh- und Angelpunkt, dass die Hilfe funktioniert und dass man nicht dasteht und doch nicht agieren kann.“

    Rotes Kreuz schickt Kriseninterventionsteam

    Auch das Rote Kreuz im Oberallgäu hat Helfer entsandt: Ein dreiköpfiges Kriseninterventionsteam hat gemeinsam mit Einsatzkräften aus Unterfranken eine Schnelleinsatzgruppe für psychosoziale Notfallversorgung gebildet. In der Gemeinde Harscheid im Landkreis Ahrweiler kümmern sich die Helfer um Menschen, die durch die Fluten ihr Hab und Gut und im schlimmsten Falle auch Angehörige verloren haben.

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