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170 Einsatzkräfte und 50 Fahrzeuge machten sich heute von Unterfranken aus auf dem Weg nach Rheinland-Pfalz um im Hochwassergebiet Hilfe zu leisten.

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Hochwasser: Einsatzkräfte aus Unterfranken in Rheinland-Pfalz

170 Einsatzkräfte aus Unterfranken sind heute in Rheinland-Pfalz angekommen, um in den Hochwassergebieten zu helfen. Zuvor hatte Rheinland-Pfalz in einem Hilfeersuchen um Unterstützung aus Bayern gebeten.

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Von
  • Silva Schreiner
  • Alisa Wienand

Mit insgesamt 50 Fahrzeugen haben sich 170 Einsatzkräfte aus Unterfranken auf den Weg in die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz gemacht. Dort unterstützen sie die Einsatzkräfte vor Ort. Noch in der Nacht bzw. ab morgen haben sie ihre ersten Einsatze. Mit dabei sind Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Malteser Hilfsdienstes. In den Hochwassergebieten müsse laut BRK vor allem die zerbrochene Infrastruktur unterstützt werden. Mit Krankenwagen, Funkeinheiten, Behandlungskapazitäten und Technik- und Funkeinheiten wollen die Einsatzkräfte aus Unterfranken in den Hochwassergebieten helfen.

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Einsatzkräfte des BRK Unterfranken am Nürburgring

Einsatzleiter: "Die Helfer sind sehr motiviert"

"Die Helfer sind sehr motiviert, das muss man sagen, auch schon in den vergangenen Tagen", so Björn Bartels, Einsatzleiter des Rettungsdienstes in Hösbach. "Man hat ja förmlich darauf gewartet, dass wir endlich zur Unterstützung ausrücken können. Das, was die Menschen da erleben, das ist wirklich katastrophal, das ist verheerend." Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind froh, helfen zu können, zeigen sich aber auch etwas angespannt: "Man hilft da, wo man gerade gebraucht wird. Da ist es egal wie, egal wo, egal wann", sagt der ehrenamtliche Helfer Max Goldhammer. "Wenn man die Bilder so sieht, ist es aber schwierig einzuschätzen, wie es dort momentan ist."

Einsatz in Rheinland-Pfalz soll drei Tage dauern

Bisher wird eine Einsatzdauer von drei Tagen erwartet. Für diese 72 Stunden haben sich die ehrenamtlichen Helfer so ausgerüstet, dass sie mit Verpflegung, Schlafplätzen in Zelten und Heizgeräten komplett autark sind.

Am frühen Samstagmorgen hatte Rheinland-Pfalz in einem Hilfeersuchen umfassende Einheiten aus Bayern angefordert. Daraufhin sind ausschließlich Einsatzkräfte aus Unterfranken alarmiert worden. Grund dafür sei laut BRK zum einen eine Hochwasserwarnung in Südbayern, wofür die eigene Einsatzfähigkeit sichergestellt werden müsse. Zum anderen liegt Unterfranken näher am Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz, weshalb die Truppen schneller vor Ort sein können.

Unterfränkische Einsatzkräfte aus NRW zurückgekehrt

Einsatzkräfte aus Unterfranken waren auch in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Ein Katastrophenschutz-Wasserrettungszug mit 34 Einsatzkräften des BRK ist am Donnerstagabend nach NRW aufgebrochen. Die Einsatzkräfte sind in die Region Erftstadt beordert worden, um eine völlig überflutete Bundesstraße zu kontrollieren und nach Personen zu suchen. Sie waren mit sieben Fahrzeugen und fünf Rettungsbooten im Einsatz. Mit dabei waren Rettungstaucher, Bootsführer und Notfallsanitäter. Inzwischen ist der Wasserrettungszug wieder nach Unterfranken zurückgekehrt.

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