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Hochwasser: Auch Betroffene aus dem Landkreis Haßberge können jetzt Hilfen beantragen

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    Hochwasser: Auch Landkreis Haßberge kann Soforthilfe beantragen

    Der Bayerische Finanzminister hat eine Erweiterung der Hochwasser-Soforthilfe angekündigt: Auch Hochwassergeschädigte aus dem Landkreis Haßberge können jetzt Hilfen beantragen. Der Landkreis Würzburg geht weiterhin leer aus.

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    • BR24 Redaktion

    Betroffene aus dem Landkreis Haßberge können nun doch Hochwasser-Soforthilfen beim Landratsamt beantragen. Das teilte Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) im Bayerischen Landtag mit. Zuvor hatte das Finanzministerium die Soforthilfen nur in acht bayerischen Landkreisen in Aussicht gestellt. In Unterfranken haben bisher ausschließlich die beiden Landkreise Kitzingen und Schweinfurt dazu gezählt.

    Landkreis Haßberge war zuvor nicht berücksichtigt

    Dass die ebenfalls betroffenen Landkreise Haßberge und Würzburg bisher nicht einbezogen wurden, führte zu Kritik von Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern. Steffen Vogel (CSU), Landtagsabgeordneter für den Stimmkreis Haßberge, war verwundert, dass der Landkreis in der ersten Auswertung nicht dabei war. Voraussetzung für die Zuwendung ist nach Ministeriumsangaben, dass ein 100-jähriges Hochwasserereignis vorliegt. "Dies ist bei uns im Landkreis nach meiner Einschätzung der Fall", sagt Vogel.

    Hochwasser-Hilfen: Landkreis Würzburg geht leer aus

    Neben den unterfränkischen Landkreisen Kitzingen und Schweinfurt kann zwar jetzt auch der Landkreis Haßberge Soforthilfen beantragen. Der Landkreis Würzburg geht jedoch weiterhin leer aus. "Das hat uns schon ein bisschen schockiert", sagt Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich (SPD). Der Ortskern von Reichenberg war innerhalb von sechs Tagen zweimal überflutet. Durch das Hochwasser sind teils massive Schäden an Haushalten entstanden. "Sicher ist es so, dass der gesamte Landkreis hier nicht stark betroffen war. Aber wir halt eben schon", sagt Hemmerich.

    Soforthilfe um vier bayerische Regionen ergänzt

    Insgesamt sind vier bayerische Regionen für die Soforthilfe ergänzt worden. Neben dem Landkreis Haßberge können jetzt auch der Landkreis Forchheim und die Städte Hof und Ansbach Hilfen beantragen. Grund für die Erweiterung ist nach Angaben des Ministeriums, dass weitere Wetterdaten ausgewertet worden sind und Behörden vor Ort die Lage geschildert haben.

    Aufwändige Nachweise nicht erforderlich

    Füracker kündigte an, dass aufwändige Nachweise für die Hilfen nicht erforderlich seien. Entsprechende Formulare könnten bei den Landratsämtern direkt ausgefüllt oder abgegeben werden. Die Auszahlung erfolge per Überweisung oder nach Absprache sogar in bar.

    Zur Linderung der ersten Not soll eine Soforthilfe, zum Beispiel für die Wiederbeschaffung von zerstörtem Hausrat, von bis zu 5.000 Euro an betroffene Haushalte ausgezahlt werden, so das Finanzministerium. Hinzu komme eine Soforthilfe für "Ölschäden an Gebäuden" von bis zu 10.000 Euro. Bei Versicherbarkeit der Schäden gelte für Nichtversicherte jeweils ein Abschlag von 50 Prozent. Versicherungsleistungen werden auf die staatlichen Hilfen angerechnet. In besonderen Fällen, in denen Menschen durch die Überschwemmungen in existenzielle Notlagen kommen, seien noch umfangreichere Hilfen möglich.

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