Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Hochstapler gesteht Millionenbetrug – Transgender-Frau im Dirndl | BR24

© picture alliance/Matthias Balk/dpa

München: Ein wegen millionenschweren Betrugs und Hochstaplerei angeklagter Mann unterhält sich vor seinem Prozess mit seinem Rechtsanwalt.

Per Mail sharen
Teilen

    Hochstapler gesteht Millionenbetrug – Transgender-Frau im Dirndl

    Ein Hochstapler hat vor dem Landgericht München einen Millionenbetrug gestanden. Der 55-Jährige gab zu, Freunde und Bekannte um fast drei Millionen Euro gebracht zu haben. Der Mann war zu diesem Zweck sogar als Transgender-Frau im Dirndl unterwegs.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Der Angeklagte hatte sich als erfolgreicher Börsen- und Devisenhändler ausgegeben. Er pflegte einen ausschweifenden Lebensstil mit teuren Autos, Reisen und Luxuswohnungen.

    "Ich räume alle Tatvorwürfe vollumfänglich ein und bin in allen Anklagepunkten voll schuldig", sagte der 55-Jährige. "Ich wollte, ich könnte die Zeit zurückdrehen."

    Masche: Transgender-Frau im Dirndl

    Laut Anklage soll sich der Hochstapler, der wegen Betrugs einschlägig vorbestraft ist und schon mehrere Jahre deswegen im Gefängnis saß, in Münchner Künstlerkreisen als stets Dirndl tragende Transgender-Frau ausgegeben und auch mit dieser Identität viel Geld ergaunert haben.

    Freunde überließen ihm mehr als 2,8 Millionen Euro

    Er versprach laut Staatsanwaltschaft Renditen von 30 bis 500 Prozent. Freunde und Bekannte überließen ihm daraufhin Beträge zwischen 5.000 und 490.000 Euro zur Anlage – und sahen das Geld nie wieder. Insgesamt waren es schließlich mehr als 2,8 Millionen Euro. Rund 120.000 Euro davon wurden zurückgezahlt.

    Vor Gericht räumte der 55-Jährige ein, das Geld zur Finanzierung seines Lebensstils und zum Bezahlen alter Schulden verwendet zu haben.