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Hochburg der "Wolfauslasser": In Rinchnach wird es laut | BR24

© pa/dpa/Frank Bietau

Wolfauslasser in Aktion

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Hochburg der "Wolfauslasser": In Rinchnach wird es laut

Im Bayerischen Wald ist das "Wolfauslassen" eine Tradition. Als Hochburg des Brauchtumsspektakels gilt Rinchnach im Landkreis Regen. Wer als Zuschauer kommt, sollte am besten Ohrstöpsel mitbringen.

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In der kleinen Gemeinde Rinchnach im Bayerischen Wald wird es an diesem Wochenende richtig laut. "Klouster", wie Rinchnach auch genannt wird, gilt als Hochburg der "Wolfauslasser". Dieser Brauch geht auf die Zeit der Viehhirten zurück, die die Tiere vor Bären und Wölfen schützen mussten. Das laute Läuten der Glocken sollte die Raubtiere vertreiben und von den Höfen fernhalten.

Von Tür zu Tür

Traditionell treffen sich am Abend vor Martini (11. November) hunderte Teilnehmer im Kern von Rinchnach. Sie alle haben Kuhglocken in verschiedenen Größen umgeschnallt, die sie gleichzeitig zum Läuten bringen. Dazu knallen die Goaßelschnalzer. Der Lärm ist ohrenbetäubend, in den letzten Jahren kamen tausende Besucher. Erst am nächsten Tag um 6.00 Uhr ist das Spektakel zu Ende. Dann erklingen die Glocken zum Tagläuten das letzte Mal.

Bereits am Abend zuvor (09.11.) ziehen die verschiedenen Gruppen der Wolfauslasser von Haus zu Haus, wo sie ihren Hirtenspruch aufsagen. Die Hausbesitzer geben der Gruppe dafür eine Art Lohn.

© BR

Jedes Jahr zu Martini, in der Nacht vom 10. auf den 11. November, findet in dem 3.000-Seelen-Ort Rinchnach im Bayerischen Wald das Wolfauslassen statt, ein wuchtiges Spektakel, das auf einen alten Hirtenbrauch zurückgeht.