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Hitzewelle: 40-Grad-Marke wird in Bayern nicht geknackt | BR24

© dpa-Bildfunk/Oliver Berg

Trinken hilft bei großer Hitze.

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    Hitzewelle: 40-Grad-Marke wird in Bayern nicht geknackt

    Heute und morgen erreicht die derzeitige Hitzewelle in Deutschland ihren Höhepunkt. Besonders im bayerischen Flachland staut sich dann die Hitze. Die 40-Grad-Marke wird laut BR-Wetterexperte Michael Sachweh aber wohl nicht geknackt.

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    Entgegen der Prognosen von vor einigen Tagen werden die Temperaturen im Freistaat zwar sehr warm, bleiben aber unter der Marke von 40 Grad Celsius.

    Am Mittwoch rechnen Meteorologen mit maximal 39 Grad, etwa im klassischem Hitze-Hotspot Kitzingen:

    "Es sind besonders die tiefgelegenen Regionen, also Franken, fränkisches Flachland, dann auch die Donauniederungen, dann die Täler in der Oberpfalz. Also da sind durchaus auch 38, 39 Grad drin – zum Beispiel in Kitzingen oder Kahl am Main." Michael Sachweh, BR-Wetterexperte

    "Tropentage" bis Montag

    Das warme Sommerwetter hält bis kommenden Montag an, die nächsten Tage wird es in ganz Bayern kontinuierlich über 30 Grad warm, Meteorologen sprechen von "Tropentagen". Am Montag ist dann mit ersten Wärmegewittern zu rechnen. Nicht nur im Freistaat, auch in Westdeutschland wird es sehr heiß, etwa im Rheintal - in Frankreich sind sogar 40 Grad möglich. Auch die Waldbrandgefahr steigt dadurch massiv an, warnten die Behörden.

    Gesundheitsgefahren durch anhaltende Hitze

    Die Hitze kommt über Spanien direkt aus Marokko. Durch die spezielle Großwetterlage kühlt sich die Luft laut Sachweh auf dem Weg nach Deutschland so gut wie gar nicht ab. Die hohen Temperaturen bergen zudem große Gesundheitsgefahren, warnte der Wetterexperte. Die meisten Todesopfer bei Extremwetterlagen gebe es im Rahmen von Hitzewellen.

    Lüften vor Sonnenaufgang

    Der wichtigste Tipp für die, die über keine Klimaanlage verfügen: Zur Zeit der tiefsten Temperaturen (zwei Stunden vor Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang) alle Fenster aufreißen und voll durchlüften. Wer nicht zu Hause ist, sollte danach alles dunkel und geschlossen halten. Wer daheim ist, sollte schon ab und an lüften, damit die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht zu hoch wird.

    Sonnenschutz, Hut und Ruhe

    Wer die Hitze unbeschadet überstehen will, der sollte unbedingt Sonnenschutz verwenden und einen Hut tragen. In den Mittagsstunden sollte man lieber ganz zu Hause bleiben. Sport ist Gesundheitsexperten zufolge bei derart hohen Temperaturen keine gute Idee. Wenn sich körperlich anstrengende Aktivitäten nicht vermeiden lassen, sollten sie möglichst nicht in den Mittags- und Nachmittagsstunden stattfinden, denn dann sind Hitze- und UV-Belastung am höchsten.

    Zusätzlich belastet wird der Körper durch die UV-Belastung.

    Asphalt wird weich

    Nicht nur für den Körper stellen die Temperaturen eine Herausforderung dar: Auch für Autofahrer kann die Hitze zur Gefahr werden. Zwar muss man sich keine Sorgen mehr wegen blow-ups machen, dafür kann der Asphalt auf den Straßen weich werden. Deshalb wurde am Autobahnkreuz München-Nord - auf der Verbindungsrampe von der A9 auf die A99 in Richtung Salzburg - eine Fahrspur gesperrt.