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Hitzesommer-Folgen: Im Sinntal werden Christbäume ausgerissen | BR24

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Der Hitze-Sommer 2018 scheint schon wieder weit weg zu sein. Doch die Nachwirkungen sind noch überall spürbar - So auch in den weitläufigen Christbaum-Plantage im Sinntal im Spessart, einem der größten Weihnachtsbaum-Anbaugebiete Deutschlands.

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Hitzesommer-Folgen: Im Sinntal werden Christbäume ausgerissen

Der Hitze-Sommer 2018 scheint schon wieder weit weg zu sein. Doch die Nachwirkungen sind noch überall spürbar. Dies gilt auch für die weitläufigen Christbaum-Plantage im Sinntal im Spessart, einem der größten Weihnachtsbaum-Anbaugebiete Deutschlands.

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Der Hitzesommer hat auch im Sinntal im Landkreis Main-Spessart tiefe Spuren hinterlassen. Sichtbar werden diese zum Beispiel in der Christbaumplantage auf einem Höhenzug bei Mittelsinn. Eigentlich müsste hier jetzt alles grün sein von vielen kleinen knapp 30 Zentimeter hohen Tannenbäumchen. Doch Pflanzreihe um Pflanzreihe sind hier meist nur braune, verdorrte Setzlinge, die das vergangene Jahr nicht überstanden haben, zu sehen.

Wochenlang kein Tropfen Regen

Heinz Sachs baut seit 30 Jahren Christbäume im Nebenerwerb in Mittelsinn an. Er weiß, dass die Witterung in der Landwirtschaft immer ein unkalkulierbarer Faktor ist. Doch das Jahr 2018 sei schon besonders schlimm gewesen. Wochenlang kein Tropfen Regen, dazu hätten Sonne und Wind die Plantagen förmlich ausgezehrt, weiß auch Uwe Klug, einer der größten Christbaum-Anbauer im Sinntal. Die Trockenheit hätte selbst fünf oder sechs Jahre alten Bäumen zugesetzt. Und die jüngeren hätten bei diesen Wetterbedingungen eh kaum eine Chance. Die Hälfte der Jungpflanzen, berichtet Klug, seien eingegangen und müssten nun ersetzt werden.

Hohe Schäden durch den Hitzesommer 2018

Und genau damit sind derzeit Saison-Arbeitskräfte in den Christbaum-Plantagen beschäftigt. Mit speziellen Spaten müssen die verdorrten Bäumchen herausgestochen und frische Setzlinge eingepflanzt werden. Das kostet viel Zeit und viel Geld. Mit 30.000 bis 50.000 Euro Schaden rechnet Klug, die ihn der Hitze-Sommer 2018 gekostet hat. Auf das gesamte Christbaum-Dorf Mittelsinn bezogen seien es wohl um die 100.000 Euro.

Folgen kommen erst in Jahren beim Verbraucher an

Die Schäden in den Christbaumplantagen des Hitzesommers werden auch irgendwann die Verbraucher erreichen. Die jetzt verdorrten Bäumchen wären in acht bis zehn Jahren erntereif gewesen. Diese Lücke könnte dann zur Weihnachtszeit spürbar sein.