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Hitze am Hügel – Tropischer Start für die Bayreuther Festspiele | BR24

© picture alliance/Daniel Karmann/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seine Ehefrau auf dem Weg in Festspielhaus.

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Hitze am Hügel – Tropischer Start für die Bayreuther Festspiele

Auf dem Grünen Hügel in Bayreuth haben die 108. Richard-Wagner-Festspiele begonnen. Fast müsste man von einem "glühenden" Hügel sprechen, denn die Sonne brannte gnadenlos herunter, als die Auffahrt zur Premiere begann.

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Die Premiere der Richard-Wagner-Festspiele 2019 dürfte wohl als eine der heißesten in die Geschichtsbücher des Grünen Hügels eingehen. Bei Temperaturen knapp unterhalb der 40-Grad-Marke begann die Auffahrt der prominenten Gäste – buchstäblich heiß erwartet von dutzenden Journalisten und Kameraleuten, die seit Stunden vor dem Festspielhaus ausharrten. Vielen Zaungästen war es in diesem Jahr hingegen zu heiß. Anders als sonst waren die besten Plätze vor den Absperrungen gut eine Stunde vor Beginn der Auffahrt noch zu haben.

Die Maus eröffnet das Schaulaufen

Das Gedränge rund um das Festspielhaus war also geringer als sonst, als die – vermutlich gut klimatisierten – schwarzen Limousinen schließlich anrollten und ihre prominenten Fahrgäste auf den roten Teppich entließen. Den Auftakt machte in diesem Jahr allerdings kein Star aus Politik oder Showgeschäft, sondern die Maus, bekannt aus der gleichnamigen Kinder-Fernsehsendung des WDR. Der Sender produziert in diesem Jahr eine Sondersendung vom Grünen Hügel – und da darf die Auffahrt natürlich nicht fehlen.

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Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth

Sakkos unter sengender Sonne

Danach ging dann es aber mit menschlichen Prominenten weiter, die in ihren engen Roben und schwarzen Sakkos vermutlich ebenso mit der Hitze zu kämpfen hatten wie die Maus im Plüschkostüm. Über der Teppich flanierten unter anderem Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) mit seiner Ehefrau Schröder-Kim So-yeon, Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW).

Kanzlerin in zitronengelber Robe

Mit großer Spannung wird traditionell der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet, die in diesem Jahr in einem frischen Gelb-Grün am Hügel erschien. Lange hielt sich die Kanzlerin allerdings nicht auf dem Roten Teppich und vor dem Königsportal auf. Zitteranfälle hatten Merkel in der Vergangenheit wiederholt zu Schaffen gemacht – wohl auch deshalb verschwand sie schnell ins schattige Innere des Festspielhauses.

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Die 108. Bayreuther Festspiele werden mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners Oper "Tannhäuser" eröffnet. Regie führt Tobias Kratzer.

Der Festspiel-Teich hat heuer auch eine Rolle

Auch andere treue Gäste des Grünen Hügels waren heuer wieder dabei, beispielsweise Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die Schauspieler Michaela May, Udo Wachtveitl und Harald Krassnitzer, die ehemaligen Skirennläufer Rosi Mittermeier-Neureuther und Christian Neureuther sowie die Sängerin Eva Lind – gekleidet in zartem Rosé. Neu in diesem Jahr ist, dass der Festspielpark in die Eröffnung einbezogen wird – in der Pause wird der kleine Teich bespielt. So kann man auch ohne Eintrittskarte etwas von der Premiere erleben.

"Witziger Tannhäuser" feiert Premiere

Auf dem Programm des Eröffnungstages steht eine Neuinszenierung der Oper "Tannhäuser", inszeniert von Regisseur Tobias Kratzer. Er bringe eine durchaus unterhaltsame, "teilweise witzige" Version der frühen Oper Wagners auf die Bühne, verriet Festspielleiterin Katharina Wagner am Vortag. Am Pult steht der russische Star-Dirigent Waleri Gergijew. Die Titelrolle singt Stephen Gould.

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Mit der Neuinszenierung des "Tannhäuser" haben in Bayreuth die Richard-Wagner-Festspiele begonnen. Humorvoll und zum Teil im Freien zu sehen: Schon die Premiere zeigt, auf dem Grünen Hügel verändert sich einiges, berichtet BR-Reporterin Küffner.