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"Hitlermühle" für 98.000 Euro versteigert | BR24

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Es gibt weltweit nicht einmal eine Handvoll funktionierender Exemplare vom "Schlüsselgerät 41" - der sogenannten"Hitlermühle". In München wird eine versteigert.

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"Hitlermühle" für 98.000 Euro versteigert

In München wurde eine seltene Verschlüsselungsmaschine versteigert: das sogenannte "Schlüsselgerät 41". Während des Zweiten Weltkriegs konnten mit der "Hitlermühle" geheime Nachrichten sicherer verschlüsselt werden als mit der berühmten ENIGMA.

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Die Verschlüsselungsmaschine aus dem Zweiten Weltkrieg ging an eine Privatperson. Wer der Käufer ist, ist nicht bekannt. 98.000 Euro waren das letzte Gebot.

Das Gerät sieht aus wie eine alte, unscheinbare Schreibmaschine. Weiße Tasten auf dunkelgrauem Blech. Der Unterschied: Dort, wo bei einer Schreibmaschine normalerweise das Papier herauskommt, drehen sich beim Tippen der Tasten sechs Rädchen mit Buchstaben und Zahlen. Auf der rechten Seite ragt eine Kurbel heraus, mit der das Gerät ohne Strom betrieben werden kann.

Angeblich weltweit nur vier funktionierende "Hitlermühlen"

Mit dem "Schlüsselgerät 41", wegen der Kurbel auch "Hitlermühle" genannt, verschlüsselten die Nazis gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Nachrichten. Der Grund: Die bis dato verwendete "Enigma"- Verschlüsselung war von den Briten geknackt worden. Da es weltweit angeblich nur noch vier funktionierende sogenannte "Hitlermühlen" gibt, lautete das Mindestgebot bei der Versteigerung 75.000 Euro.

Nachfolger der Enigma: Entwicklungsbeginn 1941

Die Wanderer Werke in Chemnitz hatten nach der Entschlüsselung der Enigma im Jahr 1941 den Auftrag zur Entwicklung einer neuen, verbesserten Maschine erhalten. Der Name des Gerätes resultierte aus dem Jahr des Entwicklungsbeginns.

Deutsches Museum hat ein Exemplar

Vor zwei Jahren hatten Hobby-Schatzsucher eine dieser sogenannten „Hitler-Mühlen“ in einem Wald in der Nähe von München gefunden. Zwar funktioniert dieses Gerät nicht mehr, aber sie übergaben es dem Deutschen Museum, wo es seitdem ausgestellt ist.