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Hindafing startet heute im BR Fernsehen

Heute Abend läuft die erste Doppelfolge der neuen Dramaserie "Hindafing" im BR Fernsehen. Im Mittelpunkt der sechsteiligen bayerischen Antwort auf "Breaking Bad" steht ein korrumpierbarer Provinzbürgermeister mit Drogensucht. Von Manuela Muschner

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© BR

Hindafing - Maximilian Brückner

Trostlos beginnt die neue sechsteilige Dramaserie des BR Fernsehens während der Trauerfeier des verstorbenen Altbürgermeisters. Die Worte des Pfarrers (Michael Kranz) "Was ist Sterben anderes, als nackt im Wind zu tanzen" stehen so grotesk und schräg im Raum der Gemeinde, wie der Sohn des Verstorbenen, die Hauptfigur selbst.

Crystal Meth, und des bei uns?

Alfons Zischl junior (Maximilian Brückner) schafft es gerade noch, das Crystal Meth aus seiner verpfändeten Nobelkarosse zu holen, flüchtet vor dem geldeintreibendem Drogendealer durch das Fenster des Backstein-Rathauses und versucht neben Reden im Kleintierzuchtverein und Konflikten auf dem Bolzplatz seine eigene politische Handschrift als Bürgermeister zu finden.

Brachte der Windpark ihm nicht das erhoffte Prestige ein, so soll nun durch das Bio-Einkaufszentrum "Donau Village“ die Wirtschaft des industriell veralteten, touristisch kaum erschlossenen Dorfes Hindafing florieren – und vor allem der eigene Geldbeutel des verschuldeten Bürgermeisters selbst. Hat er doch mit seinem Spezl Sepp Goldhammer (Andreas Giebel), Gammelfleischfabrikant mit Biosiegel, eine lukrative Vereinbarung.

Drogen, Schwarzkonten und ein korrupter Bürgermeister

Zischl, im Drogenrausch geplagt von Wahnvorstellungen, findet lediglich beim Schauen einer Bahnstrecken-Dokumentation in Endlosschleife seinen Frieden, bevor er das Dorf immer weiter gegen die Wand fährt und sich dabei mehr und mehr in seinen eigenen Intrigen verheddert. Eine kriminelle Abwärtsspirale, die nicht nur in Explosionen und Flüchtlingsschmuggel, sondern in Hindafing auch schon mal in Verstümmelungen und Mord enden kann.

Weg vom Alpenpanorama

Die Serie zeigt keine unberührte Natur im Alpenpanorama, keine Geranien im Vorgarten unter weiß-blauem Himmel und vor allem keine "oberflächliche bayerische Gaudi", wie selbst der Hauptdarsteller Maximilian Brückner betont.

Satirisch überhöht, komprimiert, schwarzhumorig und mit teilweisen sehr absurden Momenten nähert sich der BR neu mit düsteren, farbentsättigten Bildern seiner eigenen Heimat. "Hindafing" ist die bayerische Antwort auf serielle amerikanische Vorbilder wie "Breaking Bad", "House of Cards“ oder "The Killing".

Doppelfolgen dienstags ab 20.15 Uhr im BR Fernsehen

Die ersten beiden Folgen sind heute ab 20.15 Uhr im BR Fernsehen zu sehen. Wer so lange nicht warten möchte, kann in der BR Mediathek bereits jetzt alle Folgen online sehen oder sich mit der App "Hindafing – der alte Zischl", einem 360-Grad-Abenteuer für Smartphones und Virtual-Reality-Brille, die Wartezeit verkürzen.

© BR/Günther Reisp

Hindafing: Alfons Zischl (Maximilian Brückner), Zitat: "Crytal Meth? Und das bei uns?"

© BR/Günther Reisp

Hindafing: Familie Spitz sitzt in Motorradkleidung am Picknicktisch (Kathrin von Steinburg, Frederic Linkemann, Heinz Joseph Braun). Zitat: "Für mich ist das Sodom und Gomorra."

© BR/Günther Reisp

Hindafing: Angie (Johanna Bittenbinder) hält ihrem Chef Zischl (Maximilian Brückner) am Telefon den Rücken frei. Zitat: "Nein, Sie können die 50er Zone nicht einfach zur 30er Zone erklären."

Von
  • Judith Dauwalter
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