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Hilfswerk ruft zu Online-Spenden für Lateinamerika auf | BR24

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Bildrechte: BR/Frank Breitenstein

Die Hilfswerke der beiden großen Kirchen in Deutschland haben ihre Spendenaktionen gestartet. "Brot für die Welt" und "Adveniat" beginnen traditionell immer am Ersten Advent.

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Hilfswerk ruft zu Online-Spenden für Lateinamerika auf

Zum 60. Mal startet das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche Adveniat seine Weihnachts-Spendenaktion. Adveniat bittet um Unterstützung für die Landbevölkerung in Lateinamerika und der Karibik. Der Auftakt findet im Bistum Würzburg statt.

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Von
  • Frank Breitenstein

"ÜberLeben auf dem Land" – so lautet das Motto der diesjährigen Weihnachts-Spendenaktion des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat. Das Hilfswerk der katholischen Kirche bittet um Spenden für die Landbevölkerung in Lateinamerika und der Karibik. Die Menschen auf dem Land seien laut Adveniat gerade in Zeiten der Corona-Pandemie dringend auf Hilfe angewiesen. Zum 60. Mal startet das Lateinamerika-Hilfswerk seine Spendenaktion. Der Auftakt findet in diesem Jahr turnusgemäß im Bistum Würzburg statt.

Mehrere Eröffnungsgottesdienste im Bistum Würzburg

Am ersten Adventssonntag gab es gleich mehrere Eröffnungs-Gottesdienste – passend zum Thema in eher ländlichen Regionen des Bistums. Bischof Franz Jung feierte die Eucharistie in Hofheim im Landkreis Haßberge. Zeitgleich zelebrierte Adveniat-Bischof Franz-Josef Overbeck einen Gottesdienst in Stockstadt am Main im Landkreis Aschaffenburg. Der Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Pater Michael Heinz feierte die Eucharistie in Hammelburg im Landkreis Bad Kissingen. Bei einer Wort-Gottes-Feier am Vorabend des ersten Adventssonntags sandte der Würzburger Bischof Beteiligte zu den Eröffnungsgottesdiensten aus.

Amazonasgebiet unersetzbar für weltweites Klima

Im Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Hofheim forderte Bischof Franz Jung weltweite Gerechtigkeit, vor allem für die Menschen in Lateinamerika: "Denn wer Amazonien zerstört, der zerstört die Welt." Den Menschen dort werde das Land als Lebensgrundlage durch Enteignung oder Raubbau genommen. Dabei sichere die dort lebende Landbevölkerung letztlich auch unser Überleben, da das Amazonasgebiet unersetzbar für das weltweite Klima sei, sagte Jung.

Landbevölkerung ist auf Hilfe angewiesen

Rund 20 Prozent der Bevölkerung in Lateinamerika und der Karibik würde außerhalb der großen Städte leben und sei vielfach unterversorgt. In Zeiten der Corona-Pandemie träten die Folgen des schlechten Gesundheitswesens auf dem Land besonders zutage, sagt Pater Michael Heinz, Hauptgeschäftsführer von Adveniat. Neben medizinischer Hilfe engagiere sich Adveniat auch für sauberes Trinkwasser, Elektrizität und gegen Landraub. Dafür sammelt die katholische Kirche traditionell in den Weihnachtsgottesdiensten Spenden. Rund drei Viertel der Gesamtspenden in Höhe von rund 44 Millionen Euro im Jahr kommen allein an den Feiertagen zusammen.

Adveniat bittet auch um Online-Spenden

Da die Besucherzahlen in diesem Jahr wegen Covid-19 geringer als sonst sein werden, bittet Adveniat zusammen mit dem evangelischen Hilfswerk "Brot für die Welt" darum, auch von Überweisungen und Online-Spenden Gebrauch zu machen. Erfreulich sei, so Pater Heinz, dass die Einzelspenden in den vergangenen sieben Monaten der Pandemie um 17 Prozent zugelegt hätten. Das lasse auch für die Weihnachtskollekte und damit für die fast 2.000 Projekte hoffen, die Adveniat jährlich unterstützt.

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