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Hilferuf der niederbayerischen Veranstaltungsbranche | BR24

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Die Veranstaltungsbranche steckt wegen der Corona-Pandemie in der Krise. Eine bundesweite Initiative will darauf jetzt aufmerksam machen und Gebäude rot anstrahlen. Auch in Niederbayern wird so ein Zeichen gesetzt.

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Hilferuf der niederbayerischen Veranstaltungsbranche

Die Veranstaltungsbranche steckt wegen der Corona-Pandemie in der Krise. Eine bundesweite Initiative will darauf jetzt aufmerksam machen und Gebäude rot anstrahlen. Auch in Niederbayern wird so ein Zeichen gesetzt.

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Die Veranstaltungsbranche will in der Nacht von Montag auf Dienstag einen Hilferuf an die Politik senden. Als Zeichen sollen bundesweit Gebäude in Rot angestrahlt werden – auch in Niederbayern. Der Karl-Turm in Deggendorf, die Benediktiner Abtei Schweiklberg in Vilshofen oder die Stadthalle in Landau an der Isar: Diese und viele weitere Gebäude in Landshut, Straubing, Plattling und in ganz Niederbayern werden am Montag (22.06.) ab 22 Uhr rot erstrahlen.

Veranstaltungsbranche stehe auf der Roten Liste

Die Veranstaltungsbranche will damit auf ihre schwierige Situation während der Corona-Krise aufmerksam machen. Großveranstaltungen sind noch bis Oktober abgesagt, die aktuellen Auflagen würden Veranstaltungen unmöglich machen, wie es heißt. Damit stehe die gesamte Branche auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen. Mit der bundesweiten Aktion "Night of Light" fordern die Beteiligten die Politik zu einem Dialog auf, um einen Weg aus der Krise zu finden.

Branche brauche Planungssicherheit

Markus Endl von der Landauer Veranstaltungstechnikfirma EXG Media OHG sagt dazu: "Meister unserer Veranstaltungstechnik sind z.B. Spezialisten für die Sicherheit des Publikums. Wir haben Fachkräfte da. Nur man kommt nicht auf uns zu. Wir versuchen auf sie zuzukommen, man redet nicht mit uns, um eine Perspektive herzustellen. Wir brauchen irgendetwas, wo man sagen kann: Das gibt uns Planungssicherheit. Oder zumindest finanzielle Hilfen, um diese Planungsunsicherheit zu überleben."

Sechstgrößte Wirtschaftsbranche in Gefahr

Wie es von den Initiatoren der bundesweiten Aktion heißt, werde die Veranstaltungswirtschaft die nächsten 100 Tage nicht überstehen. Laut einer Studie der TU Chemnitz und des Research Institute for Exhibition and Live-Communication ist die Veranstaltungsbranche in Deutschland die sechstgrößte Wirtschaftsbranche – etwa 1,5 Millionen Mitarbeiter werden beschäftigt.

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