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Nach Schulungen können die Pfleger nun besser mit suchtgefährdeten Senioren umgehen.
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Nach Schulungen können die Pfleger nun besser mit suchtgefährdeten Senioren umgehen.

Das Suchthilfezentrum der Nürnberger Stadtmission hat es sich zur Aufgabe gemacht, suchtgefährdeten Senioren zu helfen. Im Rahmen des bayernweit einzigartigen Projekts "SAM" (Hilfe für suchtgefährdete alte Menschen) werden Mitarbeiter von vier Nürnberger Pflegeheimen im Umgang mit alkohol- oder tablettenabhängigen Senioren geschult.

Mitarbeit der Betroffenen

Nach den Leitlinien der Stadtmission sprechen die Betreuer nun mit den Betroffenen und versuchen zusammen mit ihnen, die Sucht in den Griff zu bekommen. Außerdem werden Angehörige und Ärzte mit ins Boot geholt. "Oft ist das Ziel nicht die Abstinenz beim Thema Alkohol oder das komplette Verbot von Medikamenten", sagt Projektleiterin Beate Schwarz. "Wir stellen keine Diagnose. Wir reden mit den Betreuten nur über die Risiken und über Veränderungen, die sie an den Tag legen."

Schulungen für alle Nürnberger Pflegeheime

Eine der teilnehmenden Einrichtungen ist das Adolf-Hamburger-Heim im Nürnberger Norden. Dort beobachten die Pfleger, dass die betroffenen Senioren inzwischen deutlich weniger schwer stürzen. Das Modellprojekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert und wissenschaftlich durch die Uni Bamberg betreut. Im Sommer soll es für Mitarbeiter in allen Nürnberger Pflegeheimen eine Schulung geben, wie mit suchtgefährdeten Bewohnern umgegangen werden kann.