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"High-Tech" aus Nürnberg: 150 Jahre Bayerisches Gewerbemuseum | BR24

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Die Gründung des Bayerischen Gewerbemuseums jährt sich heuer zum 150. Mal. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) feiert dies mit einer Jubiläumsausstellung und zeigt Highlights aus seinem größten Leihgabenbestand.

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"High-Tech" aus Nürnberg: 150 Jahre Bayerisches Gewerbemuseum

Die Gründung des Bayerischen Gewerbemuseums jährt sich zum 150. Mal. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) feiert dies mit einer Jubiläumsausstellung und zeigt Highlights aus einem Leihgabenbestand, der einst zum Bayerischen Gewerbemuseum gehörte.

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Am Mittwochabend wird die Sonderschau im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg eröffnet. Sie besteht aus 90 Exponaten, die – beginnend mit der Gründung 1869 – die Geschichte des Bayerischen Gewerbemuseums bis hin zu seiner Umwandlung in die heutige Landesgewerbeanstalt Bayern aufzeigt. Zu den Ausstellungsstücken zählt auch, was damals High-Tech war. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Scioptikon, das eines der ersten Diavorführgeräte war und Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde. Anfangs musste dieses Gerät noch mit Gas- oder Petroleumlampen betrieben werden.

Neueste technische Produkte nach Nürnberg geholt

Zur Gründungszeit des Museums galt Nürnberg als Zentrum der Industrialisierung des Königreichs Bayerns. Nach Vorbild des Londoner Victoria & Albert Museums – damals noch Sout Kensington Museum – war es das Ziel, "durch die Kenntnis historischer Muster die technische Qualität und den wirtschaftlichen Erfolg aktueller Erzeugnisse zu steigern", so das Germanische Nationalmuseum. Dafür wurden auch neueste technische Produkte aus aller Welt nach Nürnberg gebracht und auf Initiative von Theodor von Cramer-Klett und Lothar von Faber das Museum gegründet.

Immer wieder neue Stücke entdeckt

"Gewerbemuseen entstanden in der Überzeugung, dass gerade die Besinnung auf die Vergangenheit neue Wege in die Zukunft eröffnet", sagte GNM-Generaldirektor Daniel Hess bei der Vorstellung der jubiläumsschau. Damit passe diese Sonderausstellung sehr gut in das Bewerbungsjahr Nürnbergs zur Kulturhauptstadt 2025 mit seinem Motto "Past Forward", fügte Hess hinzu. Insgesamt umfasst die Sammlung 13.000 Stücke. Immer wieder entdecken Sammlungsleiterin Silvia Glaser und ihre Mitarbeiter nicht kategorisierte Stücke. Dabei spricht sie scherzhaft von "Depotarchäologie".

Die Sonderausstellung ist bis zum 27. September nächsten Jahres für Besucher geöffnet.

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Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg zeigt in einer Sonderausstellung die Geschichte des Bayerischen Gewerbemuseums. Vor 150 Jahren brachten die Initiatoren neueste technische Geräte nach Nürnberg, damit Handwerker sie untersuchen konnten.