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In Unterfranken haben inzwischen fünf Regionen den Inzidenzwert von 100 überschritten. Dort gelten verschärfte Regeln.

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    Hier gelten verschärfte Corona-Regeln in Unterfranken

    Fünf Regionen in Unterfranken haben inzwischen den Inzidenzwert von 100 überschritten. Dort ist die Corona-Ampel auf dunkelrot. Alle anderen Regionen liegen über 50. Wo gelten jetzt welche Regeln? Wir haben den Überblick.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    +++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

    Die Corona-Zahlen steigen auch in Unterfranken immer weiter an. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschreiten derzeit fünf Regionen den Inzidenzwert von 100. Die Corona-Ampel ist dort auf dunkelrot. Spitzenreiter sind nach wie vor Stadt und Landkreis Schweinfurt. In allen anderen Regionen steht die Ampel auf rot, das heißt: Sie überschreiten den Wert von 50.

    Je nach Status der Bayerischen Corona-Ampel gelten in vielen unterfränkischen Regionen verschärfte Corona-Regeln. Generell gelten die Maßnahmen einer Ampel-Stufe noch fünf Tage nach der Unterschreitung eines Schwellenwerts.

    Inzidenzwert über 100

    Den Inzidenzwert von 100 überschreiten derzeit Stadt und Landkreis Schweinfurt, Miltenberg, Kitzingen, und die Stadt Würzburg. In diesen Regionen steht die Corona-Ampel auf dunkelrot. Laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium gelten dort deshalb folgende Regeln:

    • Maximal fünf Personen oder zwei Hausstände dürfen sich treffen, egal ob bei privaten Feiern oder in der Öffentlichkeit.
    • Bei Veranstaltungen sind maximal 50 Personen erlaubt, mit Ausnahme von Kirchenveranstaltungen, Demonstrationen und Veranstaltungen an Hochschulen.
    • An stark belebten Orten gilt eine Maskenpflicht, zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, in Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten. Schüler aller Jahrgangsstufen und Studierende müssen am Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
    • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Liefer- und Abholdienst für Essen und nicht-alkoholische Getränke ist aber möglich.
    • Ab 21.00 Uhr gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.
    • Schulen und Kitas sollen nach Möglichkeit geöffnet bleiben.

    Die Stadt Schweinfurt hat die öffentlichen Orte, an denen das Alkohlverbot gilt, explizit benannt: Roßmarkt, Georg-Wichtermann-Platz und Châteaudun-Park. In der Keßlergasse müssen Menschen an Werktagen zwischen 10.00 und 18.00 Uhr außerdem eine Maske tragen. Bei Sportveranstaltungen sind keine Zuschauer erlaubt.

    Im Landkreis Schweinfurt gilt eine Maskenpflicht außerdem zwischen 8.00 und 18.00 Uhr in Gerolzhofen. Betroffen sind der Marktplatz, die Marktstraße und die Kirchgasse. In Werneck müssen die Menschen auf dem Balthasar-Neumann-Platz und im Bereich zwischen Hahnenhof und Würzburger Straße eine Maske tragen.

    Auch die Stadt Würzburg hat neue Regeln erlassen: Ab 21.00 Uhr darf in Tankstellen und anderen Läden kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen herrscht Alkoholverbot. Es gilt von 21.00 bis 6.00 Uhr auf der Alten Mainbrücke, auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz inklusive Grünbereiche bis Haugerring, in allen Bereichen der Fußgängerzone, auf der Juliuspromenade, in der Sanderstraße sowie der Augustinerstraße. Die Maskenpflicht gilt auf der alten Mainbrücke, vor dem Hauptbahnhof, in der Eichhornstraße (zwischen Schönbornstraße und Spiegelstraße), in der Schustergasse und auf dem Schmalzmarkt (zwischen Schustergasse und Blasiusgasse).

    Im Raum Miltenberg herrscht nun ebenfalls auf allen öffentlichen Plätzen Alkoholverbot. Außerdem gibt es für Lokale eine Sperrstunde um 21.00 Uhr.

    Inzidenzwert über 50

    Alle anderen unterfränkischen Regionen überschreiten derzeit den Inzidenzwert von 50. Im Einzelnen sind das der Landkreis Aschaffenburg, der Landkreis Würzburg, die Stadt Aschaffenburg, die Regionen Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Haßberge und Main-Spessart. Weil die bayernweite Corona-Ampel dort auf rot steht, gelten strengere Regeln:

    • Maximal fünf Personen oder zwei Hausstände dürfen sich treffen, egal ob bei privaten Feiern oder in der Öffentlichkeit.
    • An stark belebten Orten gilt eine Maskenpflicht, zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, in Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen und Kulturstätten. Schüler aller Jahrgangsstufen und Studierende müssen am Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
    • In der Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22.00 Uhr.
    • Ab 22.00 Uhr gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und Tankstellen dürfen keinen Alkohol mehr verkaufen.

    Die Stadt Aschaffenburg hat eine Maskenpflicht für folgende Orte festgelegt: für den Hauptbahnhof, den Bahnhof Nord, den Regionalen Omnibusbahnhof und den Südbahnhof. Außerdem muss in folgenden Straßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden: Frohsinnstraße, Fußgängerunterführung an der City Galerie (Goldbacher Straße, Schöntal, Heinsestraße), Herstallstraße, Ludwigstraße, Roßmarkt, Sandgasse, Steingasse, Treibgasse zwischen Herstallstraße und Luitpoldstraße Verbindungsweg zwischen Herstallstraße und City Galerie, Weißenburger Straße zwischen Goldbacher Straße und Frohsinnstraße.

    Bad Kissingen hat eine Maskenpflicht auf mehreren öffentlichen Plätzen zwischen 8.00 und 18.00 Uhr eingeführt. Betroffen sind folgende Plätze und Straßen: obere und untere Marktstraße, Marktplatz, Ludwigstraße ab der Von-Hessing-Straße bis zur Ludwigsbrücke, Spargasse, Turmgasse, Brunnengasse, Grabengasse, Balthasar-Neumann-Promenade bis zum Ende des Rosengartens, Rosengarten, Weingasse, Badgasse, Kirchgasse, Schulgasse und Zwingergasse.

    Im Raum Rhön-Grabfeld müssen Grundschüler im Unterricht keine Maske tragen.

    Maskenpflicht am Arbeitsplatz

    Außerdem gilt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz in allen Städten und Landkreisen, in denen der Inzidenzwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten wird.

    Laut Verordnung besteht die Maskenpflicht auf den Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen. Auch am Arbeitsplatz selbst muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

    💡 Warum gibt es Abweichungen in den Inzidenzzahlen?

    Die 7-Tage-Inzidenz, die gerade bei steigenden Corona-Infektionszahlen wichtig wird, gibt an, wie viele Infektionen pro 100.000 Einwohner im Verlauf der vergangenen sieben Tage festgestellt wurden.

    Die Gesundheitsämter der Kommunen melden dabei ihre aktuellen Zahlen täglich an die Landeszentralen. In Bayern ist das das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Landesämter wiederum melden ihre Zahlen an das Robert-Koch-Institut (RKI).

    Durch den Meldeprozess kommt es zu kleinen Verzögerungen und zeitweise unterschiedlichen Zahlenangaben. So ist es möglich, dass eine Institution noch eine ältere Inzidenzzahl online ausweist, während an anderer Stelle bereits neuere Zahlen bekannt gegeben werden. (Erklärt von Heike Westram, BR Wissen)

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