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Hier befinden sich die Impfzentren in Schwaben | BR24

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Impfzentren

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Hier befinden sich die Impfzentren in Schwaben

In Schwaben stehen die Standorte fest, an denen man sich künftig gegen das Coronavirus impfen lassen kann. Hier finden Sie einen Überblick und eine interaktive Karte zu den Impfzentren in schwäbischen Landkreisen und kreisfreien Städten.

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Von
  • Veronika Scheidl
  • BR24 Redaktion

Die Landkreise und kreisfreien Städte waren dazu angehalten, bis zum 15. Dezember Impfzentren einzurichten. Der Impfstoff steht in Deutschland zwar noch nicht zur Verfügung, in Schwaben sind aber die meisten Zentren schon fast betriebsbereit.

Stadt Augsburg

In Augsburg soll nach Angaben der Stadt zunächst mit mobilen Teams geimpft werden. "Da vor allem zuerst Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime oder Personal in der ambulanten Pflege oder in Krankenhäusern und im Rettungsdienst geimpft werden sollen, erfolgt die Impfung direkt in den Einrichtungen", teilt die Stadt mit. Sobald der Impfstoff verfügbar ist, sollen 250 Impfungen täglich angeboten werden. Die Kapazität werde dann nach und nach erhöht.

Erst ab Anfang Januar soll dann auch zentral in einem Impfzentrum geimpft werden. Dafür wurden laut Stadt mehrere Standorte geprüft. Das ehemalige Betriebsgelände der Firma Fujitsu soll in der engeren Auswahl sein. Die Stadt hat die Bäuerle Ambulanz beauftragt, das Impfzentrum für Augsburg zu betreiben.

Die Impfung der Bevölkerung im geplanten Impfzentrum erfolgt laut Stadt nur nach vorheriger Terminvereinbarung über eine Online-Plattform oder telefonisch. Die Stadt plant nach eigenen Angaben, Kapazitäten mit täglich bis zu 1.500 Impfungen aufzubauen.

Landkreis Augsburg

Das Impfzentrum im Landkreis Augsburg ist in der Gemeinde Gablingen in einer Halle im Industriegebiet untergebracht. Anfangs sollen hier bis zu 300 Impfungen pro Tag möglich sein. Zwei mobile Teams sollen zudem für die Impfungen in den Seniorenheimen zum Einsatz kommen.

Auch ein eigener Impfbus ist geplant, der direkt in die Ortschaften des Flächenlandkreises fährt und dort Impfungen anbietet. So soll bald auf bis zu 1.000 Impfungen zwischen Nordendorf und Schwabmünchen täglich aufgestockt werden. Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes könne zeitnah auch noch ein zweites Zentrum im Süden des Landkreises eingerichtet werden, erklärt Landrat Martin Sailer: "Wir sind gut vorbereitet".

Landkreis Aichach-Friedberg

Auch der Landkreis Aichach-Friedberg ist bereit für die Corona-Impfungen, sagt Landrat Klaus Metzger: "Bis zu 300 Impfungen pro Tag werden möglich sein.” Sobald der Impfstoff verfügbar ist, soll zum einen am Krankenhaus Aichach unter anderem das Pflegepersonal geimpft werden.

Zum anderen kann sich die breite Bevölkerung ihre Impfdosis künftig in Dasing verabreichen lassen: Als Standort für das Impfzentrum des Landkreises wurde eine Halle im Dasinger Gewerbegebiet Acht300 festgelegt. Sie biete laut Landrat Metzger eine gute Erreichbarkeit für alle Landkreisbürger.

Fest steht auch schon das Personal. Der Landrat verspricht sich, wie er sagt, “perfekten Service” vom künftigen Betreiber des Impfzentrums, der Vitolus GmbH. Der Dienstleister aus München habe laut Landratsamt Erfahrung. Die Firma betreibe eine Reihe von Testzentren in Bayern.

Noch sei aber nicht alles fertig, heißt es vom Landratsamt. Es fehle noch eine Software für die Terminvergabe und der Kühlschrank, der den Impfstoff auf die benötigten minus 20 Grad temperieren soll. Außerdem müsse noch die sogenannte Impfstraße in der Halle eingerichtet werden, eine Einbahnstraße für Vorgespräch, Impfung und Nachsorge. Bis zu einer Stunde müsse jeder Impfling laut Landratsamt einplanen.

Startklar seien aber schon die mobilen Impfteams des Landkreises. Sie werden die ersten Impfungen in Alten- und Pflegeheimen verabreichen.

Landkreis Donau-Ries

Im Landkreis Donau-Ries werden im Donauwörther Stadtteil Riedlingen sowie in der Nürnbergerstraße in Nördlingen je ein Impfzentrum eingerichtet. In Nördlingen steht dafür ein ehemaliges Gebäude des Landratsamts zur Verfügung, in Donauwörth wird ein Bürogebäude in der Josef-Gänslein Straße im Riedlinger Gewerbegebiet genutzt. Der Plan ist, bis zu 300 Personen täglich zu impfen. Für die Impfzentren wurden laut Landkreis bereits die ersten Materialien wie beispielsweise Schutzausrüstung für medizinisches Personal geliefert.

Wie der Landkreis weiter mitteilt, soll in den Impfzentren ausschließlich nach Terminvergabe und unter Nachweis einer Impfberechtigung geimpft werden. Bei Bürgerinnen und Bürgern, die aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe gezählt werden, könnte hier beispielsweise ein Personalausweis als Nachweis des Alters dienen. Die für die Terminvergabe erforderliche Software werde voraussichtlich nicht vor Mitte Januar 2021 zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund werde das Landratsamt eine Telefonhotline zur Terminvereinbarung einrichten.

Landkreis Dillingen

Das Impfzentrum des Landkreises Dillingen ist in Wertingen eingerichtet und seut 17. Dezember einsatzbereit. Hier sollen bis zu 400 Menschen täglich geimpft werden können. Untergebracht ist das Zentrum in der kreiseigenen Dreifach-Turnhalle und im Hallenbad in der Pestalozzistraße.

Betrieben wird das Impfzentrum vom externen Dienstleister "EcoCare". Pro Tag sollen insgesamt bis zu 400 Impfungen möglich sein, einerseits stationär im Zentrum selbst sowie mit zwei mobilen Impfteams und bei Bedarf einem Impfbus, teilt das Landratsamt mit. Das Impfzentrum soll montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und bei Bedarf auch an Wochenenden und Feiertagen geöffnet sein.

"Der zusammenhängende Gebäudekomplex erfüllt die Anforderungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege an die Infrastruktur sehr gut“, erklärt Landrat Leo Schrell. Es gebe ausreichend Parkmöglichkeiten, der Standort sei auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen - und liege in Nähe des Wertinger Krankenhauses.

Landkreis Günzburg

Im Landkreis Günzburg werden zwei Impfzentren zur Verfügung stehen. Das Zentrum in Günzburg liegt auf dem Peri-Areal, verkehrsgünstig an der B16. In Krumbach wird es im Pfarrzentrum St. Michael aufgebaut. Zudem stellt der Landkreis zwei mobile Impfteams, die in stationäre Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheime gehen oder Hausbesuche machen. Hermann Keller, Direktor Klinikmanagement der Kreiskliniken, freut sich über viele Mitarbeiter, die sich freiwillig gemeldet haben. Denn das zeige, "wie wichtig vielen das Thema Impfen ist, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Das sind teils Menschen, die aus dem Ruhestand zurückkommen.“

Landkreis Neu-Ulm

Für den Landkreis Neu-Ulm gibt es drei Impfzentren, und zwar in Neu-Ulm, Weißenhorn und Illertissen. Die Impfzentren sollen laut Landkreis in Betrieb gehen, sobald die Dosen mit dem Impfstoff geliefert werden. Ein genauer Zeitpunkt sei momentan noch nicht bekannt.

In Neu-Ulm wird für den nördlichen Landkreis ein Impfzentrum auf dem Areal des Auftragsforschungsinstituts Nuvisan eingerichtet. In Weißenhorn wurde als Standort ein ehemaliger Supermarkt ausgewählt, in Illertissen ist das Impfzentrum im Gesundheitszentrum untergebracht.

Der Landkreis sieht für den Standort in Weißenhorn ab dem 15. Dezember 2020 eine grundsätzliche Betriebsbereitschaft vor. Das ehemalige Supermarkt-Gebäude gehört der Stadt Weißenhorn, dort ist auch bereits das Corona-Testzentrum des Landkreises untergebracht. Das Gebäude ist laut Landkreis groß genug, um dort auch ein Impfzentrum einrichten zu können. Für beide Zentren werde es getrennte Zugänge geben. Betreiber des Impfzentrums wird Huber Group aus Mühlhausen sein, die auch für das Testzentrum verantwortlich ist. Für das Impfzentrum in Illertissen werde ebenfalls die Huber Group die Umsetzung und den Betrieb übernehmen.

Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen

Für die Bewohner des Landkreises Unterallgäu stehen zwei Impfzentren zur Verfügung: Eines befindet sich in Bad Wörishofen in einem ehemaligen Möbelhaus im Gewerbegebiet. Die Gründe für die Auswahl des Gebäudes sind laut Landkreis seine Größe und die vorhandenen Parkplätze. Außerdem sei das Gebäude bereits vom Staat angemietet und darin eine Erstaufnahme für Flüchtlinge eingerichtet worden. Diese steht aber seit längerem leer.

Damit Bürger aus dem westlichen Landkreis nicht bis nach Bad Wörishofen fahren müssen, arbeitet der Landkreis mit der Stadt Memmingen zusammen. So sollen sich diese auch im Memminger Impfzentrum in der ehemaligen Realschule gegen das Coronavirus impfen lassen können. Betreiber des Impfzentrums ist der Malteser Hilfsdienst Memmingen. Er stellt 60 Vollzeitstellen verteilt auf 140 Mitarbeiter, die sich um Logistik, Verwaltung und die Fahrdienste kümmern. Dazu kommen noch jeweils zwei Ärzte sowie zwei medizinisch-technische Fachangestellte, die die Patienten versorgen.

Im Erdgeschoss der ehemaligen Schule sind zwei Impfstrecken mit jeweils einem Wartebereich eingerichtet, es gibt auch einen Raum für Arztgespräche, einen Impfraum sowie einen Ruheraum. Im Wartebereich wird laut Stadt ein Film zur Aufklärung über die Impfung gezeigt, der Ruheraum diene dazu, dass sich die Patienten nach der Impfung 30 Minuten unter Beobachtung ausruhen können, das sehe der Hersteller Biontec so vor. Das Impfzentrum soll sieben Tage die Woche jeweils zwischen 8 und 22 Uhr geöffnet sein.

Für Menschen, die nicht zum Impfzentrum kommen können, wird es mobile Teams geben, die zum Impfen nach Hause kommen.

Landkreis Oberallgäu und die Stadt Kempten

Die Hofgarten-Stadthalle in Immenstadt ist der Standort für das Impfzentrum im südlichen Oberallgäu. Sobald ein Impfstoff in Deutschland zugelassen und verfügbar sei, sollen demnach spezielle Impfteams hier starten können. Den Betrieb des Impfzentrums in Immenstadt übernehme die Johanniter Unfallhilfe in Kooperation mit dem Oberallgäuer Landratsamt. Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller betonte, mit der Stadthalle habe man einen zentralen Standort zur Verfügung.

Für die Bürgerinnen und Bürger des nördlichen Landkreises und der Stadt Kempten soll es mit dem Impfzentrum in der ehemaligen Artillerie-Kaserne in Kempten eine wohnortnahe Impfmöglichkeit geben. Das dortige Impfzentrum wird vom Bayerischen Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit der Stadt Kempten sowie dem Landratsamt Oberallgäu betrieben. Neben den stationären Impfzentren wird es mobile Impfteams geben, die etwa Bewohner in Pflege- und Behinderteneinrichtungen impfen.

Landkreis Ostallgäu und die Stadt Kaufbeuren

Für das Impfzentrum des Landkreises Ostallgäu wird eine ehemalige Gewerbehalle im Norden Marktoberdorfs umgebaut. Das Impfzentrum für die Stadt Kaufbeuren soll in einem ehemaligen Lebensmittelmarkt in der Nähe von Busbahnhof und Parkhaus am Kunsthaus in der Alten Weberei eingerichtet werden.

Laut Landkreis wird der BRK Kreisverband Ostallgäu beide Impfzentren betreiben. "Mit dem Roten Kreuz haben wir einen verlässlichen und kompetenten Partner gewonnen, der auch in der Lage ist, flexibel auf die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren“, erklären Landrätin Maria Rita Zinnecker und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Bis zu 600 Impfungen sollen täglich in beiden Zentren und mit zusätzlichen mobilen Impfteams möglich sein, geplant ist laut Landkreis, dass die Zentren an sieben Tagen die Woche geöffnet sind.

Landkreis Lindau

Der Landkreis Lindau hat zwei Impfzentren: Eines davon ist in Lindau in der Turnhalle des beruflichen Schulzentrums eingerichtet, das zweite Impfzentrum in Lindenberg. Bis zum geplanten Beginn der Corona-Impfungen würden die Impfzentren in seinem Landkreis startklar sein, erklärt Landrat Elmar Stegmann. Auch mobile Impfteams gibt es, die zuallererst Personal und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen im Landkreis impfen sollen.

© BR

Noch vor dem Jahreswechsel soll mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden - die europäischen Behörden den Impfstoff rechtzeitig zulassen.

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