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Bildrechte: Philipp Großelfinger

Wo stecken die Mückenlarven? Schöpfproben sind ein Teil der Arbeit der Herrschinger "Mücken-Forscher".

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    Herrschinger nehmen Kampf gegen die Mückenplage auf

    Herrschinger Bürgerinnen und Bürger wollen gemeinsam mit einem Biologen die Mückenpopulation in der Region erforschen. Denn die Mückenplage hat sich dort in den letzten Jahren enorm zugespitzt.

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    Von
    • Julia Haas

    An einem lauen Sommerabend gemütlich draußen sitzen - in Herrsching am Ammersee vereiteln das seit ein paar Jahren die zahlreichen Mücken. "Viele Bewohner können ihren Garten über Wochen oft kaum nutzen", so Alexander Keim. Er organisiert deshalb gerade ein Projekt, um die Mückenplage in den Griff zu bekommen.

    Suche nach den Brutstätten

    Dafür soll in Zusammenarbeit mit einem Biologen, die Mückenpopulation vor Ort erforscht werden. Gemeinsam wurde geübt, wie man eine sogenannte Bürgerkartierung durchführen kann. Dabei werden beispielsweise Wasserproben entnommen und Mückenlarven analysiert, um möglichst viele Ergebnisse zu erhalten, die dann ausgewertet werden.

    Laut Biologe und Mückenexperte Matthias Galm sei vor allem entscheidend, welche Arten vorhanden sind. Sind es Mücken, die wir uns in der Regentonne selbst züchten oder sind Überschwemmungsmücken die Ursache?

    Wichtig sei es auch herauszufinden, wo die Brutstätten sind und wie die Mückenplagen in Herrsching entstehen.

    Mücken-Plagen ohne Gift verhindern

    Die Herrschinger Mücken-Initiative wünscht sich eine wissenschaftliche Untersuchung und möchte diese extremen Plagen gerne im Einklang mit Natur und Artenschutz verhindern. Dafür sei aber kein Gift nötig, heißt es. Man wolle das Problem gemeinsam angehen, damit die Bürger nicht selbst mit Chemie aktiv werden.

    Mückenexperte Matthias Galm hat bereits Erfahrung mit Mückenplagen am Oberrhein, am Chiemsee und an der Donau gesammelt und wurde deshalb als Profi auf diesem Gebiet aus Heidelberg herbei gerufen. Laut der Bürgerinitiative "Mückenplage? Nein, danke! e.V." brauche man aber Spenden, um den Biologen zu bezahlen. Die anderen Projektteilnehmer arbeiten ehrenamtlich.

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