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"Herr der Maden": Mark Benecke will Würzburger OB werden | BR24

© picture alliance/Geisler-Fotopress

Mark Benecke

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    "Herr der Maden": Mark Benecke will Würzburger OB werden

    Die Satirepartei "Die Partei" hat den Kriminalbiologen und Buchautoren Mark Benecke als Kandidaten für die Wahl zum Würzburger Oberbürgermeister 2020 nominiert. Damit er an der Wahl teilnehmen darf, benötigt "Die Partei" 385 Unterschriften.

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    Mark Benecke heißt er, der wohl schillerndste Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister in Würzburg im kommenden Jahr. Der Kriminologe und Buchautor tritt für die Satirepartei "Die Partei" an, so heißt es in einer Pressemitteilung. Qualifiziert habe er sich durch Überschneidungen in seinem Wahlprogramm mit dem der Partei in Würzburg.

    Landesvorstand der "Partei" in Nordrhein-Westfalen

    Benecke ist Landesvorstand bei der "Partei" in Nordrhein-Westfalen. Im Landtagswahlkampf 2017 in Nordrhein-Westfalen war Benecke als Spitzenkandidat der "Partei" für das Amt des Ministerpräsidenten angetreten. 2015 hatte er bereits als Oberbürgermeister in Köln kandidiert und mit 7,22 Prozent der gültigen Stimmen den dritten Platz der Kandidaten belegt.

    Benecke kritisiert Wahlrecht in Bayern

    Benecke hält das bayerische Wahlrecht für undemokratisch, weil kleine Parteien bei Kommunalwahlen nur antreten dürfen, wenn sie genügend Unterstützer haben. In Würzburg müssten 385 Menschen auf einer Liste im Rathaus unterschreiben – nur dann könne "Die Partei" zur Kommunalwahl zugelassen werden, heißt es in der Pressemitteilung. Dafür hätten die Unterstützer nur 29 Werktage Zeit. "Die Partei" kritisiert dieses Procedere. Sie will "diese und ähnliche Missstände in Würzburg, aber auch global, transparenter machen" und "das Kopfsteinpflaster endlich stilettofreundlich" machen, heißt es weiter.

    Kriminalbiologe und "Herr der Maden"

    Mark Benecke stammt ursprünglich aus Rosenheim. Der 49-Jährige gilt als berühmtester Kriminalbiologe Deutschlands und ist in der Öffentlichkeit vor allem durch seine Bücher und Auftritte bekannt geworden. Er beschäftigt sich unter anderem mit Mordmethoden und Verwesung – und wird deshalb auch "Herr der Maden" genannt. In seiner Arbeit untersucht er unter anderem den Madenbefall einer Leiche und was dieser über Tathergang und Todeszeitpunkt aussagen kann. In dieser Woche tritt er in Schweinfurt und Veitshöchheim (Lkr. Würzburg) auf.

    Weitere Kandidaten für Wahlen 2020

    Für die Stadtratswahl 2020 schickt "Die Partei" Andrea Kübert, Jerry Paul und Garritt Dittmann ins Rennen. Bislang stehen sechs Kandidaten für den Würzburger OB-Posten fest. Neben Amtsinhaber Christian Schuchardt (CDU) stellen sich Kerstin Westphal (SPD), Dagmar Dewald (ÖDP), Martin Heilig (Bündnis 90 – Die Grünen), Sebastian Roth (Die Linke) und Volker Omert für die Freien Wähler zur Wahl.

    Hinweis der Redaktion: Christian Schuchardt ist in seiner früheren Heimat Hessen der CDU beigetreten und daher bis heute ausschließlich Mitglied der CDU. Er ist der einzige CDU-Oberbürgermeister in Bayern.