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Bildrechte: BR/Guido Fromm

Auch im Osten Bayern ist ein Herbststurm mit orkanartigen Böen hinweggezogen. Größere Schäden oder Verletzte gab es nicht.

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Herbststurm knickt Bäume um und sorgt für Feuerwehreinsätze

Auch über den Osten Bayerns ist am Donnerstag ein Herbststurm mit orkanartigen Böen hinweggezogen. Die Feuerwehren in Niederbayern und der Oberpfalz waren ab dem Vormittag im Einsatz. Größere Schäden oder Verletzte gab es nicht.

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Uli ScherrUli ScherrRenate RoßbergerRenate RoßbergerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Der erste Herbststurm des Jahres ist über Deutschland hinweggefegt. Der Tiefdruckkomplex "Ignatz" und "Hendrik" brachte dabei orkanartige Böen mit sich. Die ersten Ausläufer erreichten am Donnerstagvormittag auch Ostbayern. Besonders kräftig wehte der Wind im Bayerischen Wald sowie in der nördlichen und mittleren Oberpfalz.

Polizei: Viele umgestürzte Bäume, keine größeren Schäden

Aus Sicht der Polizei ist der erste Herbststurm des Jahres in Niederbayern und der Oberpfalz relativ glimpflich verlaufen. Beide Polizeipräsidien meldeten zusammen circa 90 Einsätze.

30 in Niederbayern, wo es keine Meldungen über Verletzte gab. Hauptsächlich wurden umgestürzte Bäume und Äste gemeldet. Im Bereich Kelheim wurde durch den starken Wind ein Trampolin auf Bahngleise geweht. Das Sportgerät konnte aber rechtzeitig entfernt werden. Auch die Sachschäden fallen gering aus, so ein Sprecher auf BR-Anfrage. Die Waldbahn stellte gegen 14 Uhr aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein und richtete für die Fahrgäste einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Keine Verletzten, Zugverkehr zeitweise eingestellt

Das Polizeipräsidium Oberpfalz vermeldete rund 60 Einsätze. Auch hier wurde niemand verletzt. Am Vormittag war vor allem der Landkreis Cham mit umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen betroffen. In Arnschwang stürzte ein Baum auf eine Telefonleitung. In Sengenbühl hat der Sturm ein Verkehrszeichen umgeweht, das dann in die Straße ragte. Mehrere Autofahrer rammten es. Auch der Zugverkehr der Oberpfalzbahn wurde wegen des Sturms für rund eine Stunde eingestellt.

Länderbahn will Zugebtrieb wieder starten

Nach Erkundungsfahrten wurde der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Bei dem bayerischen Alex-Verkehr kam es bis zum Abend noch zu Einschränkungen. Geplant ist, ab Freitagmorgen die Züge in allen Regionen der Länderbahn wieder planmäßig fahren zu lassen. Den Fahrgästen wird dennoch empfohlen, sich vor Fahrtantritt auf den gängigen Online-Medien, zum Beispiel bahn.de, über die geplanten Reiseverbindungen zu informieren.

Stromausfälle auch in Niederbayern und der Oberpfalz

Das Sturmtief "Hendrik" hat in Bayern auch zu Stromausfällen geführt. "Gegen 13 Uhr waren rund 10.000 Haushalte im Bayernwerk-Netzgebiet von Stromausfällen betroffen", teilte die EON-Tochter am Donnerstagabend mit. Ursache seien oft entwurzelte Bäume oder Äste gewesen, die in die Mittelspannungs-Freileitungen fielen. Die Versorgung konnte laut Bayernwerk in den meisten Fällen sehr zügig wiederhergestellt werden.

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Umgeknickter Baum an der B85 im Landkreis Schwandorf

© BR/Marcel Kehrer

Verwehtes Bruchholz wie hier auf der B85 liegt auf vielen Straßen herum

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