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Herbst-Lesungen: BR investiert in Kulturszene | BR24

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Schauspieler und Schauspielerinnen präsentieren in einem Podcast- und Videoprojekt anregende und vielseitige Lektüre für den Herbst. Ab sofort online abrufbar - es lohnt sich für alle.

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Herbst-Lesungen: BR investiert in Kulturszene

Um die Kulturszene während der Corona-Krise zu unterstützen, hat der BR die Lesereihe "Herbst-Lesungen" ins Leben gerufen. In Podcasts und Videos lesen Schauspieler aus Romanen und Erzählungen vor. Ab heute ist das Projekt online abrufbar.

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Von
  • Stephanie Wolf

Wegen Schließungen von Theatern, Museen und Kulturstätten fällt für viele Künstler ihre Arbeit weg. Mit der Lesereihe "Herbst-Lesungen" baut der BR seine Unterstützung für die von der Krise gebeutelte Kreativszene weiter aus: Schauspielerinnen und Schauspieler, deren Auftritts- und Arbeitsmöglichkeiten pandemiebedingt weiter stark eingeschränkt sind, präsentieren in einem Podcast- und Videoprojekt anregende und vielseitige Lektüre für den Herbst.

Auch Schauspieler aus München bei Herbstlesung dabei

Einer von den neun Künstlern, die für die Herbstlesungen engagiert wurden, ist Alexander Duda. Er ist Schauspieler in München und kein unbekanntes Gesicht in der Theater- und Filmszene. Denn seit 14 Jahren spielt er den Herrn Achtziger bei den Rosenheim Cops. Seine ausgewählte Leselektüre heißt "Die Tsantsa-Memoiren", für ihn ein wirklich außergewöhnlicher Roman.

"Anfänglich war es ein bisschen merkwürdig, heute sagt man strange. Aber dann gibt es einen solchen Sog. Es ist fantastisch formuliert und die Geschichte ist einfach großartig. Es handelt von der Ichwerdung eines Schrumpfkopfes". Alexander Duda, Schauspieler

Corona-Krise schwingt bei allen Tätigkeiten mit

Noch ist er mittendrin in der Geschichte und neugierig auf das Ende. Doch Corona schwebt bei allem, was er tut, irgendwie immer mit. Seine Branche hat es in der Corona-Krise hart getroffen. Für viele seiner Kollegen sei es eine Katastrophe gewesen, so Duda.

Einige hätten seit März keine Arbeit mehr, müssten Kleinjobs annehmen. Aber auch die sind nicht immer krisensicher. "Die brechen ja auch alle weg, weil die meisten arbeiten, wenn dann in der Gastronomie und da ist ja auch tote Hose", erzählt Duda.

Herbstlesungen zeigen Künstlern: Kultur ist nicht vergessen

Im Volkstheater war Alexander Duda als Brandner Kaspar zuletzt im Februar zu sehen.  Wie es jetzt weitergeht? Die Angst bei ihm bleibt, dass in Zukunft nur noch die Wirtschaftlichkeit zählt und die Kultur auf der Strecke bleibt."Was wäre die Welt ohne Kunst, ohne Künstler, ohne Theater, ohne Oper, ohne Kabarett, ohne Musik ,ohne Bilder, überhaupt ohne Künstler? Es wäre sehr armselig. "

Trotz allem hofft er, dass es bald besser wird. Die Herbstlesungen sehen alle Künstlerinnen und Künstler als Chance, dass die Kultur nicht ganz vergessen wird. Und obendrein haben die Schauspieler ein lesenswertes Buch kennengelernt, Alexander Duda auf jeden Fall.

© pa/dpa/Geisler-Fotopress

Alexander Duda

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