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BR24Live: Herausgeforderte Demokratie - BR-Intendant im Gespräch

Zehn Jahre hat Ulrich Wilhelm als Intendant die Geschicke des BR gelenkt, davor war er Regierungssprecher von Kanzlerin Merkel. Vor seinem Abschied aus dem Amt spricht BR-Chefredakteur Christian Nitsche mit ihm über aktuelle Themen. Jetzt live.

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Von
  • Sissi Pitzer

Nicht nur die Entwicklung der Medien, sondern auch die Herausforderungen für Demokratie und Gesellschaft sind Themen, die BR-Intendant Ulrich Wilhelm umtreiben. Heute Abend um 22 Uhr wird er im BR Fernsehen Chefredakteur Christian Nitsche aktuelle Fragen beantworten.

Corona: Wie gut reagieren Politik und Medien?

Gefahren für die Gesundheit, Lockdowns, massive wirtschaftliche Eingriffe, Familien am Limit: Wie lange hält unsere Gesellschaft das noch aus? Was können die Medien beitragen, um einerseits die Corona-Politik verständlich zu machen, und um andererseits Falschmeldungen und Propaganda von sogenannten Corona-Gegnern zu entlarven? Um das Vertrauen der Bevölkerung in die Maßnahmen zu stärken, aber auch, um berechtigte Kritik zu üben, dafür sieht Wilhelm vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender in der Verantwortung.

USA: Spaltung der Gesellschaft und die Folgen

Wie sehr einseitige Berichterstattung eine Gesellschaft spaltet und die Auswirkungen der Pandemie noch verschlimmert, zeigt sich in den USA. Unabhängige, ausgeglichene Berichte zu finden, ist bei polarisierten TV-Programmen kaum möglich.

Noch mehr aber tragen Social-Media-Kanäle dazu bei, dass sich weite Teile der US-amerikanischen Gesellschaft unversöhnlich gegenüberstehen. Dass Twitter, Facebook, YouTube und andere Plattformen die Accounts von Präsident Trump nach dem von ihm unterstützten Sturm auf das Kapitol gesperrt haben, kommt für viele zu spät – andere kritisieren die von privaten Unternehmern verfügte Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Für eine eigene europäische Plattform

Wilhelm kritisiert seit langem die Abhängigkeit Europas von den Tech-Giganten in den USA und plädiert für eine eigene europäische Infrastruktur, auf der Inhalte entsprechend der europäischen Werte wie Transparenz, Offenheit und Schutz der Privatsphäre veröffentlicht werden sollen. Und zwar nicht nur von den Öffentlich-Rechtlichen, sondern auch von Kulturinstitutionen wie Museen, Stiftungen, Hochschulen, von anderen Qualitätsmedien – und unter Einbeziehung des Publikums. Wie weit die Pläne für eine solche "European Public Sphere" vorangekommen sind, welche Unterstützer es in Kultur und Politik gibt, welche Länder sich dazu bekennen – darauf wird der scheidende Intendant heute Abend Antworten geben.

Bilanz nach zehn Jahren BR-Intendanz

Ulrich Wilhelm, Jurist und Journalist, hat sich nach zwei fünfjährigen Amtszeiten als BR-Intendant dafür entschieden, nicht wieder anzutreten. Was ihn dazu bewogen hat, wie gut der BR in der sich digitalisierenden Medienwelt aufgestellt ist, was der vorläufige Stopp für eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages bedeutet – auch dazu wird BR-Chefredakteur Christian Nitsche den Intendanten, der noch zwei Arbeitswochen im Amt vor sich hat, heute Abend befragen. Zum 1. Februar übernimmt dann seine Nachfolgerin, Katja Wildermuth.

Programmhinweis: BR extra: Herausgeforderte Demokratie – Gespräch mit Ulrich Wilhelm, heute, 22.00 Uhr im BR Fernsehen

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