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Heißer Sommer 2019: Wie geht es dem Main? | BR24

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Der Sommer hat Bayern eine enorme Hitze beschert: 40,0 Grad hat der Deutsche Wetterdienst zum Beispiel im unterfränkischen Kahl am Main gemessen. Die Temperaturen hatten auch Auswirkungen auf die Gewässer.

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Heißer Sommer 2019: Wie geht es dem Main?

Der Sommer hat Bayern eine enorme Hitze beschert: 40,0 Grad hat der Deutsche Wetterdienst zum Beispiel im unterfränkischen Kahl am Main gemessen. Die Temperaturen hatten auch Auswirkungen auf die Gewässer – der Main etwa hat sich bedenklich erwärmt.

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Mit 40,3 Grad im Jahr 2015 hatte Kitzingen in Unterfranken lange Zeit den Titel "heißester Ort Deutschlands" inne. Auch in diesem Jahr war es in Bayern wieder heiß. 40,0 Grad registrierte der Deutsche Wetterdienst am 25. Juli in Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg – der höchste Wert in Bayern in diesem Jahr. Andernorts in Deutschland war es laut Deutschem Wetterdienst noch heißer. Die Temperaturen dieses Sommers hatten auch Auswirkungen auf die Gewässer. Erwärmen sie sich, kann das Konsequenzen für Ökosystem und Umwelt haben. Bedenklich war die Situation zwischenzeitlich im Main.

Zu heiß und zu trocken: Warnstufe für den Main ausgerufen

So hatte die Regierung von Unterfranken bereits im Juni im Rahmen des "Alarmplans Main" die Warnstufe ausgerufen. Das heißt, die Temperatur des Main war zu dem Zeitpunkt bereits auf 26 Grad gestiegen und es hatte zu wenig geregnet. Die Warnstufe war ein Appell an Kraftwerke, Industriebetriebe und Kläranlagen, so weit wie möglich darauf zu verzichten, Kühlwasser aus dem Main zu entnehmen und warmes Wasser wieder einzuleiten, das den Fluss noch weiter erwärmen würde.

Genug Sauerstoff für die Fische

Für den Kraftwerksbetreiber Uniper war es hingegen ein normaler Sommer. An den 37 Main-Kraftwerken wird pro Jahr Strom aus Wasserkraft für 247.000 Haushalte erzeugt. Zwar wurde der Main stellenweise, wie am Kraftwerk Kleinostheim bei Aschaffenburg, vorsorglich belüftet, um Sauerstoff für die Fische zu liefern, denn 2018 war der Sauerstoffgehalt im Main sehr niedrig gewesen, doch bislang gab es das Problem in diesem Jahr noch nicht.

"Ich habe den Eindruck, dass den Menschen und Firmen der Main wichtig ist. Sie sind bereit, einen Beitrag zu leisten", so Axel Bauer von der Regierung von Unterfranken.

Wasser-Menge im Main größtes Problem

Das große Problem in diesem Sommer war und ist die Wasser-Menge im Main. 45 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen am Pegel Trunstadt bei Bamberg ab – durchschnittlich. Aktuell ist es sogar noch weniger Wasser. Der Main fließe nur noch, weil Wasser aus der Donau eingespeist werde, so Bauer. Doch die Überleitung von der Donau musste in diesem Sommer reduziert und tageweise sogar ganz eingestellt werden.

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Die Hitze belastet vor allem Pflanzen, Tiere und Gewässer. Wie hat sich die Wasserqualität im Main dadurch entwickelt?