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Heißer Juni sorgt für frühe Getreideernte in Schwaben | BR24

© dpa

Ein Mähdrescher fährt über ein Feld mit Wintergerste.

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Heißer Juni sorgt für frühe Getreideernte in Schwaben

Beim Getreide wird die Ernte in Schwaben heuer sehr unterschiedlich ausfallen, bei Mais und Zuckerrüben warten die Bauern auf Niederschlag. So fällt eine erste Bilanz von Bauernverband und Landwirtschaftsverwaltung in Schwaben eher pessimistisch aus.

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Die erste Wintergerste wird in Schwaben schon seit Ende Juni geerntet und auch beim Weizen könnte es demnächst losgehen. Die Hitze der vergangenen zwei Wochen hat zu einer verfrühten Abreife geführt, was schlecht für den Ertrag ist.

Gerste-Ernte schon seit Jahren früher

Wie schon im letzten Jahr gilt: Dort, wo Schauer vom Himmel gefallen sind, ist die Erntemenge in Ordnung, anderswo unterdurchschnittlich. Beim Bauernverband im Landkreis Dillingen heißt es, der Startpunkt für die Gerste-Ernte liege jetzt schon seit Jahren um durchschnittlich zehn Tage früher, als die Landwirte es eigentlich gewohnt sind.

Alles hängt vom Regen ab

Der Bayerischen Bauernverband in Schwaben teilt mit, man spüre die Folgen des trockenen Jahres 2018. Die unteren Bodenschichten seien noch ausgetrocknet, die Pflanzen deshalb allein auf das Wasser angewiesen, was jetzt als Regen vom Himmel fällt. Kulturen wie Mais und Zuckerrüben sind jetzt in einer wichtigen Wachstumsphase und dringend auf Regen angewiesen. Bleibt der aus, wird der Ertrag wieder schlecht.

Trend seit 30 Jahren spürbar

Im Norden Schwabens, im Landkreis Donau-Ries, scheint ein wärmeres und trockeneres Klima langsam zum Normalzustand zu werden. Aufzeichnungen des Landwirtschaftsamtes dort zeigen: In den letzten 30 Jahren war es – bis auf wenige Ausnahmen – fast immer deutlich wärmer und zugleich trockener als im langjährigen Schnitt.

Schon jetzt werden verstärkt Sorten gezüchtet, die mit Trockenheit besser klarkommen. Müsste man noch mit den alten Sorten arbeiten, würde es gar nicht mehr gehen, teilt der Bauernverband mit.