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Heiße Augsburger Nächte helfen der Wissenschaft | BR24

© picture alliance / Jan Eifert

Heiße Nächte für gute Zahlen: Der Hitzesommer 2019 hat wissenschaftliche Erkenntnise zutage gefördert.

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    Heiße Augsburger Nächte helfen der Wissenschaft

    Der Sommer 2019 war heiß – und damit die ideale Saison für ein Forschungsprojekt der Universitäten Ulm und Augsburg. Die Wissenschaftler präsentieren nun die ersten Ergebnisse und wollen damit auch gegen das Ladensterben ankämpfen.

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    Der Sommer 2019 wird vielen vor allem wegen einer Hitzewelle in Erinnerung bleiben und die wirkte sich auch die Temperaturen in Augsburgs Schlafzimmern aus. Weit über 30 Grad lag die Temperatur in vielen Wohnungen – das können Wissenschaftler der Universitäten Augsburg und Ulm nun auch belegen.

    Wissenschaftler informieren über erste Ergebnisse

    Rund 500 Haushalte im Augsburger Stadtgebiet hatten sich im letzten Sommer an der Studie "Augsburg bleibt cool" beteiligt. Die Freiwilligen bekamen Thermometer, die über mehrere Wochen die Schlafzimmertemperatur im Verlauf des Tages aufzeichneten. In der Augsburger Innenstadt informieren die Wissenschaftlerin Sabrina Beckmann und ihre Kollegen nun am Wochenende über die ersten Erkenntnisse aus den Daten.

    Ältere Menschen gehen sorgloser mit Hitze um

    Was die Wissenschaftler vorher schon wussten: In der Stadtmitte ist es am heißesten. Überraschend war für Sabrina Beckmann aber zum Beispiel, dass sich gerade ältere Studienteilnehmer des Risikos durch Hitze nicht bewusst sind. Dabei bringt Hitze viele gesundheitliche Risiken mit sich, wie etwa Kreislaufprobleme, Schlafstörungen oder die Gefahr eines Hitzschlags. Und für diese Risiken sind ältere Leute anfälliger als junge, so Beckmann.

    Kampf gegen Hitze: Fenster auf, Klamotten aus

    Beim Kampf gegen die Hitze setzen die Augsburger auf einfache Mittel: Ein Großteil kippt nachts das Fenster und die Hälfte der Befragten lüftet vor dem Schlafengehen nochmal. 15 Prozent duschen auch kalt, bevor sie ins Bett gehen. Am besten schlafen lässt die meisten aber entweder sehr dünne oder keine Bettwäsche – oder dünne oder keine Nachtkleidung.

    Kühlere Innenstädte helfen gegen das Ladensterben

    Die Ergebnisse der Forschungsarbeit der Uni Augsburg und der Uni Ulm gehen nun unter anderem an das Umweltamt der Stadt Augsburg. Dort sind die Mitarbeiter laut Beckmann sehr daran interessiert, wie Städte zum Beispiel durch Begrünung kühler werden können. Denn: Je kühler eine Innenstadt, desto lieber gehen die Menschen auch in Restaurants, Cafés oder zum Einkaufen, so die Studie. Kühlere Temperaturen sind also nicht nur gesünder und angenehmer, sondern können auch ein Baustein gegen das Ladensterben in den Innenstädten sein.

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