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Heilpraktiker soll für Krebstod einer Frau verantwortlich sein | BR24

© Daniel Karmann / dpa

Eingang zum Nürnberger Justizgebäude

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    Heilpraktiker soll für Krebstod einer Frau verantwortlich sein

    Ein Heilpraktiker aus dem Raum Regensburg soll für den Tod einer krebskranken Frau verantwortlich sein. Heute muss sich das Bayerische Oberste Landesgericht in Nürnberg mit dem Fall befassen.

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    Das Landgericht Regensburg hatte den Mann freigesprochen, die Staatsanwaltschaft möchte in dem heutigen Revisionsverfahren aber eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung erreichen. Ein Arzt hatte bei der Frau eine Krebserkrankung attestiert, was der Heilpraktiker laut Anklagebehörde auch wusste.

    Staatsanwaltschaft ging gegen Freispruch vor

    Der Heilpraktiker ging im Jahr 2008 lediglich von einer Entzündung in der Brust aus und behandelte die junge Frau mehrmals. Einige Jahre später starb die Frau, was nach Meinung der Staatsanwaltschaft vermeidbar gewesen wäre. Während das Landgericht Regensburg den Mann im vergangenen Jahr freigesprochen hatte, will die Staatsanwaltschaft weiterhin die Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung erreichen.

    Durch die von der Staatsanwaltschaft am Landgericht eingelegte Revision wanderte die Zuständigkeit zum Bayerischen Obersten Landesgericht, das erst im September 2018 eingerichtet wurde. Der Fall ist somit einer der ersten, der in Nürnberg vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht verhandelt wird.

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