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Heidingsfelder "Narrenwecken" in Zeiten der Rassismus-Affäre | BR24

© Fasenachtsgilde Giemaul Heidingsfeld e.V.

Heidingsfelder "Narrenwecken" 2018

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    Heidingsfelder "Narrenwecken" in Zeiten der Rassismus-Affäre

    Beim traditionellen "Narrenwecken" der Fastnachtsgilde Giemaul in Würzburg-Heidingsfeld waren die Auswirkungen der aktuellen Rassismus-Affäre deutlich zu spüren. Der Verein bemühte sich, ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.

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    Laut einer Mitteilung der Gilde habe sich der 1. Gesellschaftspräsident Christian Reusch beim "Narrenwecken" am 11. November in seiner Begrüßungsrede von rechtem Gedankengut distanziert. Reusch wird mit den Worten zitiert:

    „Wir sind Bunt! In unserem Verein haben rechtes Gedankengut, Diskriminierung und rassistische Äußerungen keinen Platz. Wir gehen mit den Vorwürfen offen um und wollen diese weiter vereinsintern aufarbeiten. Wir können das Gesehene nicht ungeschehen machen." Christian Reusch, 1. Gesellschaftspräsident Fasenachtsgilde Giemaul Heidingsfeld

    Heidingsfelder Gilde Giemaul: "Wir sind bunt!"

    Hintergrund sind menschenverachtende Bilder, die ein mittlerweile ehemaliger Giemaul-Funktionär in einer vereinsinternen WhatsApp-Gruppe weitergeleitet hatte. Die Würzburger Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt ist.

    Dazu Giemaul-Präsident Christian Reusch in seiner Begrüßungsrede: "Es ist schlimm für uns, dass die Tätigkeit all unserer ehrenamtlich engagierten Aktiven hierdurch Schaden erleidet. Die Fasenachtsgilde Giemaul bedauert auf allen Vereinsebenen die Vorkommnisse". Beim "Narrenwecken" ist unter den rund 400 Besuchern ein Button mit der Aufschrift "Wir sind bunt" verteilt worden, um ein Zeichen für Vielfalt zu setzen.

    Ehemaliger Giemaul-Funktionär drückt Bedauern aus

    Unterdessen hat sich der beschuldigte ehemalige 3. Gesellschaftspräsident mit einer schriftlichen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Darin heißt es unter anderem:

    "Aufrichtig entschuldige ich mich für die Weiterleitung von Bildern zweifelhaften Inhalts in der privaten, geschlossenen Satire WhatsApp – Gruppe „Elferunsinn“. Ich distanziere mich zutiefst von rechtem Gedankengut und habe keine nationalsozialistische Weltanschauung. Mir war dabei nicht bewusst, welches menschenverachtende Gedankengut damit verbunden wird. Ich habe diese Bilder allein unter einem satirischen Aspekt gesehen, für diese aus heutiger Sicht naive Einschätzung, bitte ich um Verzeihung. Ich habe die Bilder weder erstellt und auch nicht kommentiert, sondern "nur" unbedarft weitergeleitet." Ehemaliger 3. Gesellschaftspäsident der Fasenachtsgilde Giemaul Heidingsfeld e.V.
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