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Kinder auf die Welt bringen und werdende Mamas unterstützen – das ist die Aufgabe von Hebammen. "Hebammenkunde" heißt der Studiengang, der bayernweit eingerichtet wird. Auch an der Technischen Hochschule Aschaffenburg gibt es bald Studienplätze.

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Hebammen-Studium bald auch an der Hochschule Aschaffenburg

Kinder auf die Welt bringen und werdende Mamas unterstützen – das ist die Aufgabe von Hebammen. "Hebammenkunde" heißt der Studiengang, der bayernweit eingerichtet wird. Auch an der Technischen Hochschule Aschaffenburg gibt es bald Studienplätze.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Barbara Ecke
  • Julia Dechet

Zu Beginn einer Schwangerschaft, während der Schwangerschaft, bei der Geburt und auch bei der Nachsorge des Kindes: Überall dort stehen Hebammen den werdenden Müttern mit Rat und Tat zur Seite und begleiten die Frauen. Für die Ausbildung zur Hebamme ist seit 2020 ein Studium Pflicht. Die Bayerische Staatsregierung hat nun in der jüngsten Kabinetts-Sitzung neue Standorte für ein Hebammen-Studium beschlossen – darunter auch Aschaffenburg.

Hebammen-Studiengang in Aschaffenburg ab 2022

Laut dem Aschaffenburger Landtagsabgeordneten Winfried Bausback (CSU) soll ein Studiengang für Hebammen an der Technischen Hochschule Aschaffenburg angeboten werden. Geplant sei, dass ab dem Wintersemester 2022/23 erste Studierende in Aschaffenburg zugelassen werden.

An der Hochschule sollen dann rund 30 Studienplätze pro Jahrgang zur Verfügung stehen. Auch die Universität Augsburg soll laut Kabinettsbeschluss ein neuer Standort für ein Hebammen-Studium werden.

Bausback: Hebammenversorgung in der Region gesichert

Bausback lobte den Beschluss: "Das ist eine ganz wichtige Entscheidung, auch für die jungen Familien unserer Region. Damit ist die Hebammenversorgung auch in Zukunft für die Region durch eine eigene Ausbildungsstätte gesichert."

Schon vor längerer Zeit hatte die TH Aschaffenburg gemeinsam mit dem Klinikum Aschaffenburg Interesse an dem Studiengang für Hebammen bekundet.

Sibler: Großem Bedarf gerecht werden

Von Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) hieß es zum Beschluss: "Hebammen haben im Gesundheitssystem eine sehr zentrale Bedeutung". Sie seien Familien und insbesondere Müttern eine wertvolle Stütze. "Neben hoher Fachkompetenz sind sicherlich auch großes Einfühlungsvermögen und ein ausgeprägtes Gespür für die Bedürfnisse junger Familien wichtig.", so der Minister weiter.

Im Studiengang sollen fundierte Theorie- und umfassende Praxiskenntnisse vermittelt werden. Der Bedarf nach Hebammen sei groß, so Sibler. Mit der Einrichtung des Standorts am Untermain werde man dem gerecht.

Neun Standorte sollen ganz Bayern abdecken

Mit Aschaffenburg und Augsburg gibt es bald neun Standorte für ein Hebammen-Studium. So sind laut Regierung alle bayerischen Bezirke abgedeckt. Die ersten Studiengänge starteten 2019, an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und an der Katholischen Stiftungshochschule (KSH) München. Weitere Standorte wie Landshut folgten.

Auch in Nordbayern richtet die Regierung Hebammenstudiengänge ein: An der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, an der Hochschule Coburg (in Kooperation mit den Bamberger Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe der Sozialstiftung Bamberg), an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Die Hochschulen streben laut Regierung eine schnellstmögliche Aufnahme des Studienbetriebs überwiegend zum kommenden Wintersemester an.

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