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Logo der Siemens Healthineers an einer Hauswand

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    Healthineers: Siemens Medizintechniksparte verliert an Umsatz

    Die Siemens-Medizintechniksparte Healthineers hat im zweiten Quartal weniger Umsatz und Gewinn gemacht als im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Dennoch sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Von Wolfram Weltzer

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    Nach Angaben des Unternehmens sank der Umsatz im zweiten Quartal – das Geschäftsjahr bei Siemens beginnt am 1. Oktober – um fünf Prozent auf 3,23 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen um 16 Prozent auf 457 Millionen Euro. Wie Siemens Healthineers in Erlangen mitteilte, sieht sich das Unternehmen dennoch "voll auf Kurs zur Zielerreichung".

    Vorstandschef erwartet Umsatzwachstum

    Grund für die gesunkenen Zahlen sind nämlich neben negativen Währungseffekten auch die Kosten des Börsengangs im März und eines damit verbundenen Personalabbaus. Die um diese Effekte bereinigte Ergebnismarge habe deshalb bei 17,4 Prozent gelegen und damit genau in der Höhe, die man den Investoren vor dem Börsengang im März versprochen habe. Vorstandschef Bernd Montag erklärte, er erwarte für das gesamte Geschäftsjahr bis 30. September 2018 weiterhin ein Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent und eine Marge von 17 bis 18 Prozent.

    Diagnostik-Automatisierungssystem als Hoffnungsträger

    Gestützt wurde die Entwicklung von Siemens Healthineers im vergangenen Quartal vor allem durch den Verkauf bildgebender Geräte. Der Umsatz mit Magnetresonanz- und Computertomographen sowie Ultraschallgeräten wuchs auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent. Dagegen legte das Labordiagnostik-Geschäft mit zwei Prozent kaum zu. Große Hoffnung setzt das Unternehmen dabei auf sein neues Diagnostik-Automatisierungssystem "Atellica Solutions". 250 Systeme seien mittlerweile ausgeliefert; damit liege man im Plan, erklärte Siemens heute.