Haussperling sitzt in einem Gebüsch.
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Weniger Vögel in Bayerns Gärten

    Der Spatz bleibt der häufigste Vogel in Bayerns Gärten

    Der Haussperling ist bei der "Stunde der Wintervögel" in Bayern Anfang Januar am häufigsten gezählt worden. Das ist das Ergebnis der Aktion des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz. Heuer sind dabei so wenig Vögel wie nie zuvor gesichtet worden.

    Nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Hilpoltstein wurden nur rund 30 Vögel pro Garten gemeldet. Das sei die niedrigste Zahl seit Beginn der Aktion vor 18 Jahren. Dies könne aber auch an den milden Temperaturen im Januar gelegen haben, heißt es.

    Ausreichend Futter in der Natur

    Viele Vögel wie Buchfink, Eichelhäher und Gimpel hätten ausreichend Futter in freier Natur gefunden und waren deshalb nicht auf Futterstellen in den Gärten angewiesen. Nach dem Haussperling sind Kohlmeise und Feldsperling am häufigsten gesichtet worden. Der Haussperling, der im Volksmund „Spatz“ genannt wird, kam zum fünften Mal in Folge auf Platz eins.

    Stieglitz, Zaunkönig und Wintergoldhähnchen überraschten

    Überrascht waren die Naturschützer von Stieglitz, Zaunkönig und Wintergoldhähnchen. Sie wurden häufiger als sonst gezählt. Insgesamt haben sich in Bayern rund 21.000 Vogelfreunde an der "Stunde der Wintervögel" beteiligt. Durch die Aktion erhalten die Naturschützer eine Übersicht, wie es den Vögeln im Siedlungsraum geht. Die Vogelzählung läuft deutschlandweit.

    Skandinavische Brutgebiete

    Auch Österreich, Tschechien und die Schweiz beteiligen sich. Überall seien heuer weniger Vögel als sonst gemeldet worden, so der LBV. "Bergfink, Erlenzeisig und Wacholderdrossel finden in ihren skandinavischen Brutgebieten ausreichend Nahrung und kommen nicht zu uns nach Mitteleuropa", so LBV-Biologin Angelika Nelson.

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