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Hausärzte impfen bundesweit: Was ändert sich jetzt für mich? | BR24

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In Deutschland starten nun auch Hausärzte mit den Impfungen.

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    Hausärzte impfen bundesweit: Was ändert sich jetzt für mich?

    In Bayern tun sie es schon seit 1. April, bundesweit starten sie heute: Hausärzte impfen gegen Corona. Das soll der deutschen Impf-Kampagne Schwung verleihen. Wir erklären, was sich nun für Impfwillige ändert - und was erst einmal nicht.

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    • BR24 Redaktion

    Seit rund drei Monaten läuft das Impfen in Deutschland und Bayern, etwas mehr als zwölf Prozent der Bevölkerung haben seither jeweils mindestens eine Impf-Dosis erhalten. International ist das eher Mittelmaß, im Vergleich zu anderen Industrie-Staaten wie Israel, USA oder Großbritannien wirkt es gar wenig.

    Nicht zuletzt deswegen sollen nun die Arztpraxen helfen, das Impfen in Deutschland zu beschleunigen - natürlich im Verbund mit einer größer werdenden Zahl verfügbarer Impfdosen. Bayern soll bis im April rund zwei Millionen neue Impfstoff-Dosen erhalten, von Dezember bis Ende März waren es insgesamt 2,7 Millionen. Seit dem 1. April wird in Bayern beim Hausarzt geimpft, seit dem 6. April auch bundesweit. Wir erklären, was das für Impfwillige heißt:

    1. Was muss ich jetzt tun?

    Erst einmal weiter Abwarten. Laut einer Sprecherin des Bayerischen Hausärzteverbands (BHÄV) melden sich die Ärzte bei den Patienten. Sie sollte daher erst einmal nicht zum Telefonhörer greifen und damit die Leitung für Notfälle belegen, sondern lieber warten bis Ihr Arzt sich bei Ihnen meldet.

    Parallel sollten Sie sich online oder per Telefon zentral für eine Impfung anmelden, wenn Sie das noch nicht getan haben. Denn auch in den Impfzentren gehen die Impfungen weiter. Falls Ihr Hausarzt sich meldet und Sie impft, sollten Sie Ihre zentrale Registrierung aber löschen.

    2. Welche Ärzte impfen?

    Alle niedergelassenen Ärzte, Fachärzte und ärztliche Psychotherapeuten in Bayern können Impfstoff bestellen. Zur Mitte der Woche rechnet die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mit Impfungen in rund 8.500 bayerischen Praxen.

    3. Welche Impfstoffe kriegen die Hausärzte?

    Die bayerischen Hausärzte erhielten vor Ostern den aktuell nur für über 60 Jahre alte Menschen vorgesehenen Astrazeneca-Impfstoff. Ab dem bundesweiten Impfstart am 6. April wird vorerst Biontech-Impfstoff an die Ärzte geliefert.

    4. Werde ich jetzt früher geimpft?

    Zu Beginn der Impfungen beim Hausarzt sollten Sie keine Impf-Wunder erwarten. Laut BHÄV stehen pro Praxis pro Woche zunächst nur 18 bis 48 Impfdosen zur Verfügung. Jeder Patient braucht mit Abstand von einigen Wochen zwei Dosen.

    Bei der Auswahl von Impf-Kandidaten sollen sich die Hausärzte an der Impfverordnung orientieren, also besonders alte Menschen, Vorerkrankte und Risiko-Berufsgruppen impfen. Allerdings ist eine gewisse Flexibilität möglich, etwa wenn es um die Impfung von chronisch Kranken geht.

    Letztlich dürfte die Impfung bei Hausärzten, spätestens sobald deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht, eine Beschleunigung der gesamten Impf-Kampagne bedeuten. Gesunde, jüngere Menschen sollten aber nicht damit rechnen, schon in den kommenden Wochen einen Anruf von ihrem Hausarzt zu erhalten.

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