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Haus-Durchsuchungen wegen Kinderpornographie in Bayern | BR24

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Die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg und die Polizei haben in mehreren bayerischen Orten Haushalte wegen des Verdachts des Erwerbs und Besitzes von kinderpornographischem Material durchsucht.

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Haus-Durchsuchungen wegen Kinderpornographie in Bayern

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern und die Polizei haben in mehreren bayerischen Orten Haushalte wegen des Verdachts des Erwerbs und Besitzes von kinderpornographischem Material durchsucht. Die Durchsuchungen waren Teil einer bundesweiten Aktion.

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Sie sollen sich kinderpornographisches Material besorgt haben, nun sind deshalb die Haushalte von acht Beschuldigten in Baldham (Lkrs. Ebersberg), Erlangen, Höchstadt an der Aisch, München, Untermeitingen (Lkrs. Augsburg), Stadtbergen (Lkrs. Augsburg) und Mühldorf am Inn durchsucht worden. Wie die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg mitteilt, fanden die Durchsuchungen am vergangenen Mittwoch (13.11.19) statt.

Umfangreiches Beweismaterial

Bei allen Beschuldigten bestehe der Verdacht, dass sie sich im Darknet über die Plattform "Tor Chat Directory" kinderpornographisches Material verschafft hätten, so die Zentralstelle. Bei allen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Dieses werde nun ausgewertet. Die Beschuldigten sind zwischen 36 und 55 Jahre alt.

Plattform abgeschaltet

Die Darknet-Plattform "Tor Chat Directory" dient laut der Zentralstelle Cybercrime Bayern zur Kontaktaufnahme, um kinderpornographische Schriften auszutauschen. Außerdem organisieren Nutzer dort den schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und knüpfen hierfür Kontakte. Als Betreiber gilt ein 43-Jähriger aus Baden-Württemberg. Der Server wurde in Frankfurt am Main entdeckt. Die Plattform haben die zuständigen Ermittler nun abgeschaltet.

Keine Festnahmen

Neben den Haushalten in Bayern wurden am Mittwoch auch Häuser und Wohnungen in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen durchsucht. Festnahmen gab es keine.

Waffenhandel und Internet-Betrug

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg besteht seit dem 1. Januar 2015. Ihr Einsatzfeld reicht von Hackerangriffen über Fälle von Vorkasse-Betrug im Internet bis hin zum Handel mit Waffen, Drogen und Kinderpornographie im Darknet. Derzeit sind 14 Staatsanwältinnen und Staatsanwälte bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern beschäftigt.