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Hauptzollamt: Auf geschützte Tiere und Pflanzen verzichten | BR24

© dpa/pa, Andreas Hartl

Europäischer Flußaal Glasaal unter Wasser

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Hauptzollamt: Auf geschützte Tiere und Pflanzen verzichten

Das Nürnberger Hauptzollamt ruft zum heutigen internationalen Tag der biologischen Vielfalt dazu auf, keine exotischen Tiere oder Pflanzen aus dem Urlaub mitzubringen oder im Internet zu bestellen.

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Geschützte Arten werden immer wieder unbedacht als Mitbringsel mit nach hause genommen, heißt es. Mehr als die Hälfte der Aufgriffe durch das Hauptzollamt ergeben sich aus dem Postverkehr. Etwa 44 Prozent stammen aus dem Flugverkehr.

Keine geschützten Tiere und Pflanzen im Gepäck

Auch von Teilen und Erzeugnissen aus geschützten Tieren oder Pflanzen sei abzusehen. Das Hauptzollamt mache immer wieder außergewöhnliche Funde. So reicht die Bandbreite in Nürnberg von der Bärenkralle im Postpaket über Korallen im Reisegepäck und deutschlandweit bis hin zu großen Mengen lebender Glasaale und Aalfleisch. Der Schmuggel der geschützten Glasaale sei deswegen so lukrativ, weil sie in Asien als Delikatesse gelten und ihnen eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird. Die Gewinnmargen seien ähnlich hoch wie im Drogenhandel.

Vom Bußgeld bis zum Strafverfahren

Um seltene Arten ausreichend schützen zu können, müsse die Nachfrage nach exotischen Tieren und Pflanzen ausbleiben, damit der Handel gestoppt werden könne. Wer dennoch geschützte Arten oder Erzeugnisse daraus aus einem Drittland mitbringt oder bezieht, müsse damit rechnen, dass diese beschlagnahmt und eingezogen werden, so Martina Stumpf vom Hauptzollamt Nürnberg. Das Bundesamt für Naturschutz könne Bußgelder verhängen oder sogar ein Strafverfahren einleiten. Hierbei werde nicht unterschieden, ob es sich um Fundstücke wie zum Beispiel Strandgut oder gekaufte Produkte handelt. Unerheblich sei auch, ob die Waren privat oder gewerblich, im Reiseverkehr, im Postverkehr oder auf anderen Wegen transportiert werden.

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Keine geschützten Tiere und Pflanzen im Gepäck