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Schaeffler muss sich zu Sparkurs und E-Zukunft erklären | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Der Unternehmenssitz von Schaeffler in Herzogenaurach

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    Schaeffler muss sich zu Sparkurs und E-Zukunft erklären

    Hunderte Stellen auf der Streichliste und eine neue deutliche Sparrunde - nach den jüngst verkündeten Einschnitten muss der Autozulieferer Schaeffler heute auf der Hauptversammlung in Nürnberg vor seinen Aktionären Rechenschaft ablegen.

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    Bei der Hauptversammlung des Autozulieferers Schaeffler heute in Nürnberg muss der Vorstand mit kritischen Fragen zur Unternehmensstrategie rechnen. Denn Umsatz und Gewinn konnten in der Industriesparte des Konzerns, etwa bei Lagern für Windkraftanlagen, zwar zulegen. Einen Einbruch gab es dagegen in der Automobilsparte. In der Folge stürzte der Aktienkurs zeitweise um knapp ein Drittel ab.

    900 Arbeitsplätze fallen weg

    Bei der Bilanzpressekonferenz im März hatte Vorstandschef Klaus Rosenfeld deshalb unter dem Namen "Race" ein Effizienzprogramm vorgestellt. Demzufolge sollen weltweit 900 Arbeitsplätze gestrichen werden, 700 davon an den deutschen Standorten Hamm (Rheinland-Pfalz), Kaltennordheim (Thüringen) sowie Unna und Steinhagen (Nordrhein-Westfalen). Dort werden unter anderem Teile für Schaltgetriebe hergestellt, die von den Automobilherstellern immer weniger nachgefragt werden.

    Fit für E-Mobilität?

    Schaeffler ist noch recht stark auf klassische Verbrennungsmotoren ausgerichtet. Inzwischen soll E-Mobilität mehr Gewicht bekommen. Analysten wie Arbeitnehmervertreter hatten immer wieder Zweifel geäußert, ob Schaeffler für die Transformation vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität ausreichend gerüstet ist.

    Dividende von 55 Cent

    Die Aktionäre des Automobilzulieferers Schaeffler dürfen mit einer Dividende von 55 Cent pro Aktie rechnen. Eine entsprechende Gewinnausschüttung aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat des Herzogenauracher Konzerns der Hauptversammlung vor. Mit spannenden Abstimmungen ist bei der Hauptversammlung aber nicht zu rechnen. Noch immer hält die Familie Schaeffler 75 Prozent aller Anteile. Bei den stimmberechtigten Stammaktien sind es sogar 100 Prozent.