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Bildrechte: Michael Schüßler

Nach einem Treffen mit Polizei und Staatsschutz will der Leidersbacher Bürgermeister Michael Schüßler bei seiner Anzeige gegen Unbekannt bleiben. Schüßler wird nach eigenen Angaben massiv bedroht.

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Hassbotschaften: Leidersbacher Bürgermeister will sich wehren

Nach einem Treffen mit Polizei und Staatsschutz will der Leidersbacher Bürgermeister Michael Schüßler bei seiner Anzeige gegen Unbekannt bleiben. Schüßler wird nach eigenen Angaben massiv bedroht. Zuletzt lag eine tote Katze vor seinem Haus.

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Von
  • Carol Lupu

Seit Jahren bekommt Michael Schüßler Hassbotschaften. Schüßler ist Bürgermeister in Leidersbach im Landkreis Miltenberg, er gehört der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG) an. Nachdem sich die Hassbotschaften gegen ihn nach eigener Aussage immer mehr gesteigert hätten, schaltete er schließlich die Ermittlungsbehörden ein. Nun hat sich Schüßler mit Polizei und Staatsschutz getroffen. Ergebnis: Der Bürgermeister will bei seiner Anzeige gegen Unbekannt bleiben. Dazu hätten ihm Polizei und Staatsschutz geraten.

Hass auf offener Straße: "Ich schlag dich tot"

Der Leidersbacher Bürgermeister hatte zuvor davon berichtet, dass kurz nach seiner Wahl im Jahr 2017 immer wieder Beleidigungen und Drohungen gegen ihn ausgesprochen wurden. Auf offener Straße seien Sätze gefallen, wie "Ich schlag dich tot" oder "Du gibst unser ganzes Geld aus". Schüßler sieht die Motivation der Hassausbrüche in der Gemeindepolitik. Unmittelbar nach den Beschlüssen, die Hauptstraße zu sanieren und einen Kindergarten neu zu bauen, seien die Anfeindungen aufgekommen.

Bürgermeister findet tote Katze vor seinem Haus

Der Gipfel folgte dann in diesem Oktober, als Schüßler eine tote Katze vor seinem Haus fand. Nach diesem Vorfall ging der Bürgermeister an die Öffentlichkeit.

Genauere Details zu dem Treffen zwischen Bürgermeister, Polizei und Staatsschutz wollte jedoch zunächst keine der Seiten bekannt geben. Grund dafür sei das laufende Ermittlungsverfahren.

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