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Hass im Internet: Polizei durchsucht Wohnung in Bad Abbach | BR24

© pa/chromorange/Christian Ohde

Durchgestrichener Schriftzug ´Hate Speech` auf dem Handydisplay (Symbolbild)

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    Hass im Internet: Polizei durchsucht Wohnung in Bad Abbach

    Weil sie im Internet ausländerfeindliche und rechtsextreme Hass-Botschaften verbreitet haben sollen, hat die Polizei Wohnungen im ganzen Bundesgebiet durchsucht. Unter den Verdächtigen ist auch ein 39 Jahre alter Mann aus Bad Abbach.

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    Am Donnerstagmorgen hat die Polizei bundesweit die Wohnungen von zwölf Verdächtigen durchsucht, die sogenannte Hass-Botschaften im Internet verbreitet haben sollen. Sie gehören zu einschlägigen Facebook-Gruppen, wie es heißt. Unter ihnen ein 39-Jähriger aus Bad Abbach im Kreis Kelheim.

    Bad Abbacher soll Hass-Botschaften verbreitet haben

    Bei dem Bad Abbacher sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, unter anderem Computer und Mobiltelefone. Das teilte die für die bundesweite Durchsuchungsaktion zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz dem BR auf Anfrage mit. Der Niederbayer soll - wie die anderen Verdächtigen - Mitglied in zwei Facebook-Gruppen mit dem Namen "Unser Deutschland patriotisch und frei", sowie "Die Patrioten" gewesen sein.

    Verdacht auf Volksverhetzung

    Ermittelt werde gegen die Verdächtigen wegen ausländerfeindlicher und rechtsextremer Hass-Botschaften, die zwischen Dezember 2017 und April 2018 via Facebook verbreitet wurden, hieß es weiter. Zum Beispiel sei das Foto eines dunkelhäutigen Mannes und einer schwangeren hellhäutigen Frau veröffentlicht und mit den Worten "Die Brut des Bösen" kommentiert worden. "Bitte mehr" habe der Kommentar zum Video eines Brandanschlages auf ein islamisches Kulturzentrums gelautet.

    Ermittlungen seit Frühjahr 2018

    Gegen den Mann aus Bad Abbach und die übrigen Verdächtigen wird nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wegen des Verdachts der Volksverhetzung, der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Das Ermittlungsverfahren läuft bereits seit Frühjahr 2018.