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Symbolbild: Polizei-Logo auf einer Uniform

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    Hass gegen Bürgermeister: Polizei und Staatsschutz reagieren

    Der Bürgermeister von Leidersbach im Landkreis Miltenberg bekommt immer wieder Hassbotschaften und wird bedroht. Um die seit Jahren andauernden Drohungen einzustufen, trifft er sich nun mit dem Staatsschutz und der Kriminalpolizei.

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    Von
    • Carol Lupu

    Immer wieder wurde der Bürgermeister von Leidersbach, Michael Schüßler, bedroht. Der Höhepunkt sei vor rund einer Woche gewesen, als vor dem Haus des Bürgermeisters eine tote Katze lag. Nun wurde ein gemeinsames Treffen mit Schüßler, der Polizei und dem Staatsschutz angesetzt. Hier soll entschieden werden, wie angemessen auf die Hassbotschaften und Bedrohungen regiert werden kann.

    Schüßler: Hassbotschaften nach Gemeindebeschlüssen

    Bürgermeister Michael Schüßler spricht davon, dass ihm schon unmittelbar nach seiner Wahl zum Bürgermeister vor drei Jahren Hass entgegengesprungen sei. Auf offener Straße seien Sätze gefallen, wie "Ich schlag dich tot" oder "Du gibst unser ganzes Geld aus". Schüßler sieht die Motivation zu diesen Hasstaten in der Gemeindepolitik. Unmittelbar nach den Beschlüssen, die Hauptstraße zu sanieren und einen Kindergarten neu zu bauen, seien solche Hassbotschaften aufgetaucht. Die Intensität der Drohungen habe sich von Mal zu Mal gesteigert.

    Auch Solidarität mit Leidersbacher Bürgermeister

    Diese Hassnachrichten hätten aber auch eine Welle der Solidarität ausgelöst. Die Feuerwehr Leidersbach hatte beispielsweise ein Solidaritätsschreiben veröffentlicht. Michael Schüßler berichtet, dass auch Privatpersonen bei ihm anrufen und ihre Solidarität ausdrücken. Er sei mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen, weil derartige Bedrohungen viel häufiger vorkommen, als bekannt sei. Angesichts häufiger Bedrohungen gegen Politiker, Polizisten und andere Vertreter des Staates hatte im Februar bereits der Richterbund besseren Schutz von Privatadressen gefordert.

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