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Zugang zum Ankerzentrum Donauwörth
© BR/Tobias Chmura
© BR/Tobias Chmura

Zugang zum Ankerzentrum Donauwörth

In der Mail heißt es unter anderem, man werde mit allen Mitteln gegen verantwortliche Personen, Gebäude und Fahrzeuge vorgehen. Es würden private und dienstliche Autos abgefackelt, Fenster zertrümmert, etc. Man wolle die Organisation in den Ruin, die Verantwortlichen in die soziale Isolation treiben.

Großer Verteiler

Das Schreiben ging aber nicht nur an die Mitarbeiter des Ankerzentrums in Donauwörth. Nach Angaben von Landrat Stefan Rößle ging das Drohschreiben an einen großen Verteiler, darunter an andere Aufnahmeeinrichtungen, an die Regierung von Schwaben und etliche Medien. Er selbst stehe zwar auf dem Verteiler, habe das Schreiben aber nicht direkt bekommen, so Rößle im Gespräch mit dem BR-Studio Schwaben.

Erschreckend hasserfüllter Tonfall

Der Inhalt sei erschreckend hasserfüllt, sagt Rößle weiter. Die unbekannten Absender sehen in den Ankerzentren "KZ-ähnliche Strukturen". Die Ablehnung nehme neue, noch nicht gekannte Ausmaße an, so der Landrat. Die Empfänger des dubiosen Schreibens sind jetzt erheblich eingeschüchtert. Rößle erklärt, man habe man sie sensibilisiert und allen den Rat gegeben, bei noch so kleinen verdächtig erscheinenden Veränderungen die Polizei zu informieren. Nachdem der Kreis der Adressaten aber sehr groß gewählt wurde, geht er davon aus, dass es den Absendern nur darum ging, die Angst zu schüren. Die Generalstaatsanwaltschaft in München hat die Ermittlungen übernommen.