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Bayern

Hasenpestfall im Landkreis Straubing-Bogen | BR24

© picture alliance / blickwinkel/S. Ott

Symbolbild: Ein toter Hase liegt auf einem Weg

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    Hasenpestfall im Landkreis Straubing-Bogen

    Wie schon in einigen anderen Landkreisen in Bayern gibt es jetzt auch einen Fall von Hasenpest im Landkreis Straubing-Bogen. Das Landratsamt gab Empfehlungen zum Umgang mit toten Tieren heraus.

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    Nachdem im Oktober im Landkreis Landshut und im November im Landkreis Kelheim je ein mit der Hasenpest infizierter Feldhase entdeckt worden war, gibt es jetzt auch einen Fall im Landkreis Straubing-Bogen.

    Wie das Landratsamt mitteilte, trug ein bei Reißing gefundener Feldhase den Krankheitserreger in sich. Das habe eine Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ergeben.

    Menschen und Tiere können erkranken

    Da der Erreger auch auf Menschen und viele Haustier-Arten wie Hunde und Katzen übertragbar ist, warnt das Landratsamt alle Haustierbesitzer und ruft auch Menschen, die sich in der Natur bewegen - insbesondere Jäger, Wanderer und Spaziergänger - zu Vorsicht auf. Gleiches gilt für Menschen, die beruflich mit Tieren oder Tierkadavern in Kontakt kommen, wie Köche, Metzger, Tierärzte oder Landwirte.

    Vorsicht beim Umgang mit toten Tieren

    Auf keinen Fall sollten Spaziergänger tote Feldhasen oder Kaninchen, die in der freien Natur gefunden werden, anfassen. Stattdessen wird empfohlen, einen Jäger oder die Polizei zu informieren. Wer die Kadaver aufheben muss, sollte Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen und sich anschließend die Hände desinfizieren. Fleisch erkrankter Tiere darf nicht als Lebensmittel verwendet werden.

    Unterschiedliche Krankheitssymptome sind möglich

    Bei der Hasenpest handelt es sich laut Landratsamt um eine bakterielle Erkrankung, die vor allem bei wildlebenden Tieren vorkommt. Menschen können sich bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen infizieren. Die Inkubationszeit beträgt beim Menschen zwischen einem und 14 Tage. Symptome sind je nach Infektionsweg Fieber, eine Lymphknotenschwellung, Unwohlsein, Kopf-, Glieder- und Bauchschmerzen sowie Husten und Übelkeit. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

    Bei Tieren sind die auffälligsten Symptome Schwäche, Fieber und verändertes Verhalten wie ein fehlender Fluchtreflex. Gegen die Tularämie, so der Fachbegriff, gebe es keinen für Tiere zugelassenen Impfstoff, so das Landratsamt Straubing-Bogen.