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Hasenpest in der Oberpfalz: Betroffene wieder gesund | BR24

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© BR/Margit Ringer

Hasenpest in der Oberpfalz gut überstanden

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Hasenpest in der Oberpfalz: Betroffene wieder gesund

Gut fünf Wochen, nachdem einige Jäger an der Hasenpest erkrankt waren, geht es den Betroffenen wieder gut. Die Männer hatten sich bei einer Jagd in Nabburg (Lkr. Schwandorf) infiziert. Auch ein Metzger und ein Helfer zeigten später Symptome.

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Fünf Wochen ist es her, dass mehrere Jäger in der Oberpfalz an der Hasenpest erkrankt waren. Jetzt sind die Betroffenen wieder gesund. Zuerst waren fünf Jäger erkrankt, die alle an der selben Jagd bei Nabburg im Kreis Schwandorf teilgenommen hatten. In der Folgezeit traten auch bei weiteren Personen die Symptome auf, die Kontakt zu dem Hasen hatten oder sich bei ihren Hunden angesteckt hatten.

Bakterium kann in Gefriertruhe überleben

Weitere Krankheitsfälle sind jetzt ausgeschlossen, sagt Dr. Berit Bouschery vom Klinikum Amberg. Die Inkubationszeit sei vorbei. Sie betrage zwischen einem und 14 Tagen, so die Ärztin. Sie hatte erst vor eineinhalb Wochen die letzten Betroffenen behandelt. Die Amberger Ärztin warnt, dass das Bakterium auch in gefrorenem Fleisch in der Gefriertruhe überleben könne, wenn es anschließend nicht ausreichend gegart werde. Der Keim könne auch durch Eichhörnchen, Mäuse oder sogar Mücken oder Bremsen übertragen werden, sei aber in der Region dennoch selten.

Diagnose war Zufall

Die Diagnose Hasenpest oder Tularämie konnte nur durch einen Zufall rasch gestellt werden. Ein beteiligter junger Jäger hatte erst vor einem halben Jahr die Jagdprüfung abgelegt und erinnerte sich noch an die Ausbildung, in der auch über Krankheiten gesprochen werde, so der Veranstalter der Treibjagd, Michael Dobler. Nach einer Treibjagd bei Nabburg Anfang November erkrankten insgesamt acht Jagdbeteiligte. Sie zeigten fünf Tage nach der Jagd grippeähnliche Symptome und wurden im Klinikum Amberg isoliert untergebracht. Durch eine Behandlung mit einem Antibiotikum stellte sich bei allen rasch Besserung ein.

Gefährliche Hasenpest

Die Hasenpest kann aber auch lebensbedrohlich sein - je nachdem wie schnell eine Therapie beginnt, wie der Abwehrstatus des Patienten ist und wie viele Erreger im Körper stecken, sagt Dr. Berit Bouschery. Das Robert Koch-Institut hat im Nabburger Fall einen erlegten Hasen als Quelle ausgemacht, mit dem offenbar alle acht beteiligten Jäger in Kontakt gekommen waren. Zudem haben sich Hunde angesteckt.

Tipp für den Umgang mit der Krankheit

Das Landratsamt Schwandorf stellte Anfang November ein Merkblatt ins Internet. Jäger können sich über die Krankheit und die Auswirkungen an Wild und im menschlichen Körper informieren und Tipps für den Umgang mit Verdachtsfällen holen. Nachdem den Fällen in der Oberpfalz gab es zum Beispiel auch zwei Verdachtsfälle in Niederbayern.