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Ein Feldhase auf einer Wiese (Symbolbild)

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    Hasenpest-Fall im Landkreis Cham

    Ein im Landkreis Cham tot aufgefundener Feldhase ist mit dem Erreger der Hasenpest infiziert gewesen. Das haben Untersuchungen bestätigt. Das Landratsamt veröffentlichte nun Ratschläge für den Fall, dass weitere tote Tiere entdeckt werden.

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    Von
    • Guido Fromm

    Im Landkreis Cham ist erneut ein Fall von Hasenpest aufgetreten. Das hat das Landratsamt jetzt mitgeteilt.

    Demnach hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei einem Feldhasen, der bei Dalking tot aufgefunden wurde, den Erreger der Tularämie oder Hasenpest nachgewiesen.

    Erkrankte Tiere sterben häufig

    Die Krankheit trifft vor allem Feldhasen, Wildkaninchen und Nagetiere. Erkrankte Tiere sind laut Landratsamt matt und teilnahmslos, sie verlieren ihre Schnelligkeit und sterben häufig an der Infektion.

    Allerdings können sich - wenngleich selten - auch Menschen und Haustiere wie Hunde anstecken, meist durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen. Auch Bisse, blutsaugende Insekten und unzureichend erhitztes Wildbret können zu Infektionen führen, so das Landratsamt.

    Behandlung mit Antibiotika hilft

    Gefährdet seien hauptsächlich Jäger, Metzger, Köche und Tierärzte. Wenn ein Mensch erkrankt, zeige sich das in der Regel nach einer Inkubationszeit von drei bis zehn Tagen zunächst mit grippeartigen Symptomen. An der Eintrittsstelle des Erregers kann sich dann ein Geschwür bilden. Weiter sind Lymphknotenschwellungen und Organentzündungen möglich.

    Tularämie lässt sich jedoch mit Antibiotika behandeln. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.

    Tote oder kranke Tiere nicht anfassen

    Um Ansteckungen zu vermeiden, sollen zum Beispiel Spaziergänger, die kranke oder tote Feldhasen oder Wildkaninchen finden, die Tiere nicht berühren, sondern den zuständigen Jäger informieren. Hunde sollen ferngehalten werden. Auch Jäger sollen verdächtige Tiere nur mit Einmalhandschuhen anfassen.

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