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Hartes Wasser als Ursache? | BR24

© picture alliance/dpa

Wasserrohrbruch löst Feuerwehreinsatz aus

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    Hartes Wasser als Ursache?

    Würzburg ist bayerische Hauptstadt der Wasserrohrbrüche, so gestern der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die Ursachenforschung gestaltet sich schwierig.

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    An der Wasserhärte könne es nicht liegen, so der Hauptversorger, die WVV, heute auf eine Anfrage des BR-Studio Mainfranken in Würzburg. Denn wenn sich Kalk im Rohr absetzt, wirke das wie eine zusätzliche Schutzschicht, so ein Unternehmenssprecher.

    Mit höchster Kalkgehalt bundesweit

    Ein Würzburger Installateur sieht das anders: Sebastian Schöpplein führt die vermehrten Rohrbrüche sehr wohl darauf zurück, dass das Würzburger Wasser eines der härtesten in Deutschland ist. Wie der Installateur dem BR sagte, macht sich das vor allem an Zinkrohren bemerkbar, die in den 70er- und 80er-Jahren gebräuchlich waren. Anfällig für Kalkschäden seien aber auch Kupferrohre an Stellen, an denen Lötzinn benutzt worden ist. Denn dabei werde ein "Flussmittel", eine Art Paste verwendet, die auf kalkhaltiges Wasser reagiert. Folge sei dann eine Grünspankorrosion, die zu Rohrbrüchen führen kann.

    Nach Angaben des Versicherungsverbandes liegt der Index für Wasserrohrbrüche gemessen an 100 Punkten im Bundesdurchschnitt in Würzburg bei 178. Zweite und Dritte in der Negativliste sind mit Miltenberg und Aschaffenburg ebenfalls Städte in Unterfranken. Erfasst sind dabei nur Rohrbrüche in Gebäuden.